.
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 12.04.2007
Leserstimme zu: “Eine Frau, die weiß, was sie will“; 11. 04. 2007; Seite 25
Anwältin oder Referendarin?
In dem informativen “Porträt“ zu Margarete Krug heißt es: “Schon in ihrer Referendarzeit als Rechtsanwältin stand für sie fest: ...“ Diese Formulierung ist insofern ein wenig irritierend, als eine Referendarin nicht als Rechtsanwältin auftreten und sich auch nicht so nennen darf. Sie kann in einer Rechtsanwaltskanzlei oder bei einem Rechtsanwalt mitarbeiten und so auch eine Pflicht-Station ihrer Referendarszeit ableisten, bleibt dabei aber stets nur Referendarin.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 29.03.2006

Suchet der Stadt Bestes
Etwas vom Besten unserer Stadt haben Sie im Moment gerade vor Augen:
Die 50 kurzen Zeilen in dieser Stadtzeitung für eine monatliche freie Meinungsäußerung.
Die Heilbronner Stimme nimmt Leserbriefe von Stadträten nur noch in Ausnahmefällen an, etwa zur Abwehr von Beleidigungen.
Trotzdem schicken wir weiterhin wegen des bisher guten Kontaktes Leserbriefe mit unserer manchmal etwas bissigen Meinung an die Heilbronner Stimme, stellen sie aber gleichzeitig unter www.pro-heilbronn.de ins Netz, damit Sie sie auf alle Fälle mit Genuss lesen können, unabhängig vom Gutdünken einer Redaktion.
Hand in Hand mit der Reduktion der Leserbriefe scheint auch eine Einschränkung der Berichterstattung der ’Stimme’ über Sitzungen des Gemeinderats zu gehen, die zuweilen sehr flüchtig und grobkörnig erscheint.
Das Abstimmungsverhalten der verschiedenen Fraktionen wird dem Leser schon seit langem nicht mehr mitgeteilt. Ein besonders schönes schlechtes Beispiel war der unbefriedigende Bericht der Heilbronner Stimme vom 16. 3. über die letzte Kulturausschuss-Sitzung. Den korrigierenden Leserbrief finden Sie im Netz unter www.rep-heilbronn.de "Talsohle durchschritten?".

Die Überschrift zu diesem Beitrag „Suchet der Stadt Bestes...“ ist das Zitat aus dem Alten Testament (Jer. 29,7),
mit dem ich Sie am 24. 10. 1999 begrüßt habe, als Sie mich in den Gemeinderat wählten.
Heute ist es mein Gruß zum Abschied aus der REP-Fraktion und aus dem Stadtrat, den ich mit- ten in der Legislaturperiode verlasse,
weil die Leistungseinschränkung nicht mehr zu übersehen und gleichzeitig die Endstrecke der Lebensbahn überschaubar kurz geworden ist.... -

Nun denn, Adieu und “Suchet der Stadt Bestes; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.“

Ihr
Dr. Haellmigk, ex-REP-Stadtrat in spe



l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 21.10.2006
Leserstimme zu: “Peinliche Panne" und „Einladungspanne im Staatsministerium“; Heilbronner Stimme vom 20. 10. 06, Seite 2 und 5:
Peinlich
Tatsächlich eine peinliche Panne: die Auslassungen von Joachim Rüeck, die als therapiebedürftige 'hysterische Reaktion' einzustufen sind. Einen Beweis für diese Diagnose bietet der Mangel an Logik. Einerseits seien die deutschen Republikaner, im Gegensatz zu den amerikanischen, in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, andererseits aber sei ein Foto ihres Landesvorsitzenden imstande, eine Regierungskrise im Ländle auszulösen.
Einerseits würden die deutschen Republikaner nach öffentlicher Wahrnehmung lechzen, andererseits sei aber ihrem Landesvorsitzenden der kurze Flug von Stuttgart nach Berlin zu viel gewesen, obwohl er dort mehr als wahrgenommen worden wäre. Auch sonst fehlt Logik: Einerseits ist der Fraktionschef der Republikaner gewählter politischer Repräsentant, andererseits empfiehlt die Grüne Lösch, ihn einer Selektion zu unterziehen in Form von “aussortieren, wen man nicht haben will“. So leicht geht das wieder.
Und schließlich die Beschwörung des Verfassungsschutzes: Er beobachtet einerseits mit Steuergeldern die REP-Partei, weil sie als rechtsextremistisch eingestuft wird, andererseits nehmen die wirklichen Rechtsextremisten zu.
Bei der Polizei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besser: Sie überwacht den Verkehr, und die Unfälle nehmen ab. Logisch wäre also, dass eine Überwachung der REP durch den Verfassungsschutz, wenn er je etwas taugt, jeden Redakteur ruhig schlafen lassen könnte und 'hysterische Reaktionen' und peinliche journalistische Pannen überflüssig machen müsste.
Analog müsste also eine Überwachung der REP durch den Verfassungsschutz, - vorausgesetzt, er taugt etwas, -  jeden Redakteur ruhig schlafen lassen können und 'hysterische Reaktionen' nach Art der verängstigten Sieben Schwaben und peinliche journalistische Pannen überflüssig machen.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 13.10..2006
Leserstimme zu: “Oettingers Kniefall ...“; Heilbronner Stimme vom 13. 10. 06, Seite 2:
Öttingers Kniefall?
Herr Dr. Bok hat recht:
Aus der Sicht der Kulturvandalen, die er zu teilen scheint, ist 'Oettingers Kniefall' natürlich eine Katastrophe.
Die tief in den Archiven vergrabenen, mittelalterlichen Handschriften gehören selbstverständlich “wechgehauen“ und in alle Welt verscherbelt, zumal sie in dieser auslaufenden Sprache Deutsch geschrieben sind, die laut Oettinger nur noch als Feierabendsprache geduldet werden dürfte.
Erschwerend kommt hinzu, dass die verstaubenden Texte nicht der Rechtschreibreform teilhaftig geworden sind, keine Zinsen bringen, nur Kosten verursachen und beim Archivpersonal Allergien auslösen können.
Und das Schlimmste:
Dieser Plunder stammt aus einer Zeit, in der es in Theorie und Praxis Kreuzzüge gab, so dass es vorauseilend geradezu geboten ist, sich schleunigst von ihnen zu trennen, so wie man sich in der Berliner Inszenierung des 'Idomeneo' von Köpfen trennte.
– Glücklicherweise war Oettinger einsichtig, die Vandalen unterlagen: Die Handschriften bleiben uns erhalten, aber die Kulturlobby muss wachsam sein:
Der Schoß ist fruchtbar noch....

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 09.10.2006
Leserbrief zum Thema "Wie die Nazis..." (HSt v.9.10.2006 S. 40)
Pogrom???
Was Götz Aly dem Bericht zufolge als Gründe über die Akzeptanz des 3. Reiches bei weiten Teilen des deutschen Volkes annimmt, ist weitgehend das, was nach dem Krieg von der Erlebnisgeneration so weitergegeben wurde.
Sie ahnten ja selbst in der Friedenszeit nicht, wie das alles mit einer enormen Staatsverschuldung und auch Schachts Mefo-Wechseln erkauft wurde.
Nicht zuletzt diese Verschuldung war einer der Gründe für das Verlangen nach Begleichung auf unkonventionelle Weise, wie die "Inbesitznahme" fremder Länder durch die Verantwortlichen.
Nicht ganz klar komme ich mit der Darstellung, "den Juden wurde nach dem Pogrom von 1941 eine 'Buße' von einer Milliarde Mark abgepreßt". Meines Wissens war dieses Pogrom ("Reichskristallnacht") am 9. November 1938 in Folge der Ermordung des deutschen Gesandten in Paris. Offenbar findet hier eine Verwechslung mit einem Pogrom im polnischen Jedwabne im Jahr 1941 statt, worüber "Die Zeit" u. a. am 03.02.2005 schrieb:
"Es kam heraus, daß nicht deutsche Einheiten, sondern die polnischen Bewohner des Städtchens 1941 fast alle ihre jüdischen Nachbarn ermordet hatten."
( www.zeit.de )

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 06.10.2006
Gastrolobby im Hagenbucher
Magenbucher
Im geplanten Zentrum für Naturwissenschaft und Technik im Hagenbucher soll nach dem Willen der Verwaltung ein größerer Gastronomiebereich untergebracht werden. Seine Ausgestaltung wird in den Planungsunterlagen allzu ausführlich erörtert, obwohl schon 2002 in der "Hagenbucher Zeitung" dieses 'Gastro' im Erdgeschoss angepriesen und seine Initiatoren, unter ihnen einige Gemeinderäte, vorgestellt wurden. Nach unserer Meinung sollte wegen des knappen Raumes auf die geplante Gastronomie im Erdgeschoss und im nahen Außenbereich zugunsten der Exponate und der Darstellung der Phänomene im Hagenbucher verzichtet werden. Damit würde auch eine Belästigung durch die das Haus durchziehenden Essensgerüche und durch die Betriebsgeräusche ebenso vermieden werden wie eventuelle Reibereien zwischen der Personalgruppe der Gastronomie und der des Wissenszentrums. Die Situation im Deutschhof sollte der Verwaltung und den das 'Gastro' befürwortenden Fraktionen ein abschreckendes Beispiel sein! In der nächsten Umgebung des Hagenbucher stehen Lokale aller Preisklassen zur Verfügung. Die Adolf-Cluss-Brücke verbindet den Hagenbucher auf kürzestem Weg mit der Gastromeile in der Unteren Neckarstraße. Abgesehen davon besteht außer dem Interesse des potentiellen Betreibers keinerlei Anlass, die 557 in Heilbronn registrierten Lokale, Vinotheken, Gaststätten und Restaurants um einen weiteren Gastronomiebereich zu vermehren. Wir befürworten hingegen, ein einfaches Bistro-Café im obersten Geschoss des Gebäudes für 'den kleinen Imbiss danach' und für die Entspannung mit Blick auf den Fluss, die Stadt und ihre Weinberge.

Redebeitrag im Heilbronner Gemeinderat dazu


l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 24.09.2006
Wahrheit und Klarheit
Die Historiker wehren sich
Schon die alten Ägypter bedienten sich der Geschichtsklitterung:
Um sich selbst besser ins Licht stellen zu können, ließ mancher Pharao die Hieroglyphen des Vorgängers aus dem Stein meißeln und durch seine eigene Sicht der Dinge ersetzen.
Beim 46. Deutschen Historikertag, der nach vier Tagen am Freitag in Konstanz zu Ende ging, ist es nicht unterdrückten Berichten zufolge zu massiven kontroversen Diskussionen zum Thema "Geschichte im Fernsehen" gekommen.
Im Mittelpunkt befanden sich Geschichtssendungen, wie die des "Chef-Historikers" Guido Knopp im ZDF, die eigentlich mehr das Signum "Geschichtsklitterung" statt "Historie" verdienen.
Geschichtswissenschaftler erheben dazu massive Vorwürfe, denn Knopp habe die historische Aufklärung der Quote geopfert, im Vordergrund stünden effekthascherische Propagandabilder aus der NS-Zeit, Statements von Zeitzeugen würden auf wenige Sekunden-Schnipsel eingedampft, um allein ein verheerendes Bild über eine "schreckliche Zeit" zu zeichnen, wie es der Jenaer Historiker Prof. Norbert Frei bei einer Podiumsdiskussion bewertet hat.
Auch die bei "Spiegel-TV" verbreiteten Farbbilder von Hitlers Lebenspartnerin Eva Braun, an sich unbedarfte private Aufnahmen von Hitlers Wohnsitz auf dem Obersalzberg, seien nichts als "visuelle Geschichts-Pornographie".
Das Problem ist für die Wissenschaftler, daß bei der zunehmenden Bedeutung von Fotos, Film- und TV-Aufnahmen als historische Quelle der alte Grundsatz "veritas in actis" - die Wahrheit ist in den Akten - längst erweitert werden müßte.
Daraus folgt auch die Forderung, dass insbesondere die Medien verantwortungsvoll mit den Bildern umgehen müßten.
Der Vorsitzende des deutschen Historikerverbandes, Prof. Peter Funke, erteilte daher einem "effekthascherischen Histotainment" auch eine klare Absage.
Auch die verfälschende Wirkung von mißbrauchten Bildern war Thema, wie es die protestgeschwängerten Wehrmachtsausstellungen zwischen 1995 und 1999 mit rund 800.000 Besuchern gezeigt haben.
Die zumeist auf Fotos gestützte Schau, die Verbrechen der Wehrmacht dokumentieren sollte, machte die Schwäche von Bildern deutlich, denn nachweislich waren nicht wenige Fotos falsch zugeordnet - statt Verbrechen der Wehrmacht wurden unter anderem Taten der Waffen-SS oder der sogar der Sowjets gezeigt.
Auch Fernsehbilder wurden kritisiert. Hier wurden zum Beispiel eindrucksvolle Bilder zur Illustrierung etwa der Pogromnacht 1938 einem Millionenpublikum vorgeführt, die in Wahrheit keine brennende Synagoge in Deutschland, sondern Jahre später in Litauen zeigten.
Der ehemalige ARD-Chefredakteur Hartmann von der Tann mußte eingestehen, dass gerade in Dokumentationen über die NS-Zeit zum Großteil ausgerechnet Propagandabilder der Nazis gezeigt werden.
So sei auch der ambitionierte Streifen "Hitler - eine Karriere" von Joachim Fest so daneben gewesen, daß die "heroisierende Aufnahmen" von Leni Riefenstahl, die dieser mit einem sarkastischen Text unterlegte, gründlich "schief gegangen" sind.
Das Ganze sei eine "Rentabilitätsfrage" ist denn auch die Ausrede für solches Tun bei den Machern: Michael Kloft, bei "Spiegel-TV" verantwortlich für Zeitgeschichte, wies darauf hin, daß es immer schwieriger sei, Publikum in der werberelevanten Zielgruppe von 19 bis 49 Jahren für historische Produktionen zu interessieren.
Da könnten Farbaufnahmen wie von Eva Braun helfen, den Zuschauer vom "Wegzappen" abzuhalten.
Wenn das nun wichtiger ist, als eine ehrliche Darstellung historischen Geschehens, dann ist es gut, daß professionelle Historiker dieses Thema einmal aufgreifen.
Denn wie bei Guido Knopp haben die Sendungen zwar einen gewissen Unterhaltungswert, auch sind die Beiträge insoweit sehenswert, als oftmals noch nicht gezeigte Filmchen über den Bildschirm flimmern.
Im Gegensatz dazu sind aber die Kommentare mit Vorsicht zu genießen und die negative Einschätzung der Historiker, daß damit auf die Gefühle abgehoben werden soll, ist absolut richtig, weil das sehr wenig mit seriös fundierter Wissenschaft zu tun hat, insbesondere, wenn es neben der sattsam bekannten Geschichtsklitterung auch noch um Zuschauerquoten geht.
Dementsprechend fällt auch immer gerade das Gesicht des Herrn Knopp auf, dem man von weitem das schlechte Gewissen über sein "Werk" ansieht.
Man achte einmal darauf - und: es sind keinesfalls allein die visuellen Medien, die auf dieser Welle reiten...

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
ARTE am Sonntag, 24. September 2006, um 20.40 Uhr 21.09.2006
Vive Kleist, vive Heilbronn, vive Catherine
Brigitte Bardot und "Käthchen von Heilbronn" im Fernsehen
Als "Divendrama" bezeichnet www.tvspielfilm.de den Film "Privatleben" (La vie privée) von 1962, den ARTE am Sonntag, 24. September 2006, um 20.40 Uhr ausstrahlt. In der Hauptrolle: Brigitte Bardot, die sich selbst spielt. Was die Fernsehprogrammzeitschriften eher weniger interessiert, ist, daß es darin auch um Heinrich von Kleists "Käthchen von Heilbronn" geht, das als Freilichtaufführung auf dem Marktplatz von Spoleto gespielt werden soll. Zum Film selbst zitieren wir aus www.film-zeit.de: "Eine tragische und zugleich sehr authentische Rolle übernimmt Brigitte Bardot in PRIVATLEBEN (1961) von Louis Malle und mit Marcello Mastroianni. Hier verkörpert sie einen populären Model- und Filmstar, dessen Leben durch die Aufdringlichkeit der Paparazzi ins Verderben stürzt. Dieser Film weist deutliche Parallelen zu ihrem echten Leben auf, in dem sie keinen Schritt, ohne erkannt und fotografiert zu werden, gehen kann. (...) Brigitte Bardot ist das Idol der Nachkriegsgeneration; das Sex-Symbol der 50er und 60er Jahre, welches eine ganze Generation beeinflußt hat. Ihre Ehrlichkeit und Freizügigkeit, ihre Mischung aus Unschuld und Provokation, stehen für den Ausbruch aus dem einengenden Puritanismus der Nachkriegszeit. Dadurch wird BB - wie sie auch genannt wird - 1965 sogar zur 'Marianne', dem französischen Revolutionssymbol. Die Markenzeichen des Weltstars sind große, braune Augen, eine blonde Löwenmähne, der laszive Gang und vor allem der unverwechselbare Schmollmund." Eine persönliche Anmerkung von Günther Emig, Direktor des Kleist-Archiv Sembdner: "In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts stieß ich erstmals auf diesen Film und seinen Kleist-Zusammenhang. Ich schrieb an BB vermutlich den heißesten Brief, der jemals auf einem städtischen Briefpapier geschrieben wurde. Und BB antwortete mit einem wunderschönen DIN-A-4-Blatt : 'Vive Kleist, vive Heilbronn, vive Catherine' (www.kleist.org/kaet/brigittebardot/bb1x.jpg). Unter www.kleist.org/kaet/brigittebardot gibt es auf unserer Website die Stelle in ihren Memoiren, in der sie über den Film spricht, ferner ein Faksimile der "Illustrierten Filmbühne" zu diesem Film und eine Inhaltsangabe. Ach ja, und die BB spielt natürlich nicht das Käthchen..." Privatleben (La vie privée). Mit Brigitte Bardot und Marcello Mastroianni. ARTE, 24. 9. 2006, 20:40 Uhr - Daten mit Vorbehalt, nachdem es ja gelegentlich zu Programmänderungen kommen kann.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 18.09.2006
Mit Wojtyla wäre das nicht passiert?
Leserbrief zum Thema "Kritik und Lob für Benedikt" (HSt v.18.9.06, S. 2)

Im Artikel "Kritik und Lob für Benedikt" wird das italienische Blatt "La Stampa" im Streit um das von Papst Benedikt gebrauchte Zitat zur Gewaltbereitschaft des Islam mit den Worten zitiert: "Mit Wojtyla wäre das nicht passiert".

Dazu kann man nur feststellen, daß "mit Wojtyla" und seinem Versuch, die Weltreligionen - also auch den Islam - untereinander zu versöhnen nach seinem Tod es "passiert" ist, daß der islamische Glaubenslehrer Scheich Nasser Ibn Sulaiman al-’Umar auf die angebliche Anfrage eines Moslems folgende Fatwa (islamisches Rechtsgutachten) über Papst Johannes Paul II. (Wojtyla) erlassen hat:

1. Der Papst ist zweifellos als Gottloser gestorben.
2. Man darf nicht für ihn beten. (Sure 9,113 und 84) ... . Er ist gottlos gewesen, weil er an Jesus Christus geglaubt hat. (Sure 9,30).
3. Man darf ihn verfluchen, weil er als Gottloser gestorben ist ... . Ob man dies in der Öffentlichkeit tun sollte, ist abhängig von den Vor- und Nachteilen, die dadurch entstehen könnten.

Scheich al-’Umar betont, dass ein Mensch, der auch nur die geringste Kenntnis von der Lehre des Islam habe, diese Fragen nicht stellen würde. (Quelle:
Islaminstitut)

Soviel zu den Bemühungen um Gleichbehandlung, den wir Christen inzwischen soweit getrieben haben, daß wir für den Bau von Moscheen auch noch erhebliche Steuergelder aufwenden, allen voran unsere Kirchen selbst in einem Versöhnungswahn, der auf diese Weise gedankt wird.  


l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Achtung Satire! 11.08.2006

Bundesanwalt ermittelt?
Es wurde ja nur ein Brandanschlag gegen einen CDU Politiker ausgeführt, der sich zudem noch die "Frechheit und Freiheit" herausnimmt, gegen eine geplante Berliner Moschee zu sein. Dieser Mann sollte sich mal ein Beispiel an dem CDU OB von Duisburg nehmen, der sich begeistert für die dortige Großmoschee einsetzt. Dann wäre auch er nicht mehr gefährdet.
Der Brandanschlag auf den CDU Politiker und seine Familie ruft sicherlich den Bundesanwalt auf den Plan oder? Die nächsten 14 Tage überschlagen sich die Nachrichtenagenturen, Bayern aktuell, NDR und MDR Info berichten viertelstündlich im Rundfunk, Deutschlandfunk ist auch dabei, Spiegel und Süddeutsche sowieso, ARD-Tagesschau und ZDF-heute fehlen ebenfalls nicht. Was? Sie fühlen sich fast so gut unterrichtet wie aus DDR-Medien und haben noch nichts von dieser Tat mitgekriegt, dann lesen Sie bitte die kleine
Meldung in der Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" vom 11.08.2006.


l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 10.08.2006
EnBW verbucht erneut ein Ergebnisplus im ersten Halbjahr
Heilbronn prosperiert nicht mehr vom Strom-Markt
Der Stromriese Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) verbuchte im ersten Halbjahr erneut ein Rekordergebnis. Wie EnBW am Mittwoch bekannt gab, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 1,01 Mrd. Euro, nach 863,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auch der Vorsteuergewinn verbesserte sich von 739,9 Mio. Euro auf 952,2 Mio. Euro. Beim Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten wird auf einen Anstieg von 424,6 Mio. Euro auf 578,0 Mio. Euro vorwies. Der Überschuss im Konzern verbesserte sich von 422,4 Mio. Euro auf 586,3 Mio. Euro. Beim Gesamtumsatz verbuchte EnBW aufgrund zweistelliger Zuwachsraten in den Segmenten Strom und Gas sowie Dienstleistungen einen Anstieg von 5,18 Mrd. Euro auf 6,53 Mrd. Euro. Die Stadt Heilbronn prosperiert von solchen Gewinnnen nicht mehr. Sie hat ihren einstige sichere "Dividendenbank" ZEAG im Jahr 2001 für 72,50 Euro pro Aktie an die EnBW verjkauft. Heute tendiert die ZEAG-Aktie in Kurswerten bis zu 130 Euro, was einer Differenz zum Kaufpreis von rund 100 Millionen Eurpo gleich kommt.
Mehr dazu

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Haftbefehl? 05.08.2006
Gerichtsvollzieherin droht Daimler-Chef Zetsche mit Haftbefehl
Er soll 9095,65 Euro zahlen
Laut Bild-Zeitung ist eine junge Gerichtsvollzieherin vom Amtsgericht Stuttgart stinksauer, weil sie seit sechs Monaten versucht, vom Stuttgarter Daimler-Konzern einen amtlichen Pfändungsbeschluß in Höhe von insgesamt 9095,65 Euro zu vollstrecken. Weil der Auto-Riese nicht zahlt, sandte die Beamtin jetzt den DaimlerChrysler-Anwälten ein Schreiben und setzt darin eine allerletzte Zahlungsfrist bis 15. August 2004, 14 Uhr. Gehe das Geld bis dahin nicht in bar ein, will sie laut Bild Haftbefehl gegen den DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche beantragen.
Das Ganze ist Teil der unendlichen Fortsetzungsgeschichte um den Unterländer Unternehmer Gerhard S., der vor einem Jahr einen Prozeß gegen Daimler, u.a. wegen unzulässige Kontensperrung gewonnen hat. Auslagen für Anwälte und Fahrten durfte der Manager durch einen Kostonfestsetzungsbeschluss vom Amtgericht Hellbronn (AZ: 42-4-11) DaimlerChrysler mit 8365,92 Euro in Rechnung stellen.
Das Daimler-Desaster: Mehr dazu Seinem Rechtsanwalt Rolf-Maximilian Ill zufolge sollte die Kantinenkasse in Möhringon gepfändet werden, die aber plötzlich verschwunden gewesen sei. Eine zweimalige Suche nach Wertgegenständen (z.B. Kunstwerke, Plasma-Fernseher/dle Red.) wurde offensichtlich verweigert.
Eine Konzernsprecherin äußerte sich nun in dieser für den Konzern nicht gerade repräsentativen Angelegenheit dahingehend, daß es in dieser Angelegenheit "zum Teil Kompetenzprobleme" gegeben habe, und die Zahlung nun in den nächsten Tagen erledigt werde.
Das Daimler-Desaster: "Stammheim ist die Hölle auf Erden"

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 29.07.2006
Nachtfahrverbot für LKW nicht ausreichend
Linie 12 erhalten!

Stadtrat Alfred Dagenbach hält ein Nachtfahrverbot für LKW auf der Bundesstraße 293 für keine ausreichende Maßnahme, die Probleme, die der stark zugenommene LKW-Verkehr auf der Böckinger Großgartacher Straße verursacht, zu beheben. Zwar sei der ruhestörende Lärm durch LKW bei Nacht unerträglich, doch treten die Hauptprobleme vor allem schon morgens und abends während des Berufsverkehrs auf. "Mitverursacher für kilometerlange Staus ist zudem die schlampige Verkehrsregelung am Sonnenbrunnen, verursacht durch die Stadtbahn", so Dagenbach. Die Belästigung gehe Hunderte Meter tief in Anwohner- und Wohngebiete hinein. Häuser nördlich der Großgartacher Straße und sogar südlich der Stadtbahnlinie zeigen zunehmend Risse: "In einzelnen Häusern finden täglich dutzendweise Erdbeben statt." Deshalb seien weitere Maßnahmen, wie die Beschränkung von 30 km/h für LKW unerläßlich und, so Dagenbach, "Herr OB Himmelsbach soll sich einmal über den Städtetag stark für ein bundesweites LKW-Mautsystem für alle Bundesstraßen stark machen. Er verbringt dort seine Zeit als Städtetags-Vize schließlich nicht für seine persönlichen Allüren! Besonders schlimm ist, daß wir auf entsprechende und seit Jahren immer wieder gemachte Initiativen stets herabspielende und hinhaltende Antworten erhalten haben. Wir wurden hinter's Licht geführt."    Völlig verwundert ist Dagenbach darüber, daß sich nun diejenigen zu Wort melden, deren Fraktionen für die Mißstände durch Untätigkeit und entsprechende Abstimmungen mitverantwortlich sind. Das gelte auch für die bisher der Geheimhaltung dank der zunehmenden Entmachtung der Bürgervertretung unterliegenden Maßnahmen mit der Stadtbus-Linie 12. Davon sei nicht nur das Wohngebiet Haselter mit seiner Großzahl älterer Mitbürger, sondern auch die Schollenhalde betroffen. Dagenbach: "Der miserablen Haltepunktplanung für die Stadtbahn, gegen die wir uns als einzige deutlich und frühzeitig gewehrt haben, soll nun noch der Wegfall der Haltestellen im Haselter und auf der Schollenhalde eins draufgesetzt werden. Die eiskalte bürgerfeindliche Politik der Heilbronner Verwaltungsspitze samt der dieses Verhalten stets abnickenden Gemeinderatsmehrheit zeigt im Böckinger Westen einmal mehr ihr wahres Gesicht." 

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 21.07.2006
Gemeinderatssitzung vom 20. 07. 2006
Ein Ausschnitt
Die Struktur der SLK-Kliniken 'Gesundbrunnen' und 'Plattenwald' sollen nach dem Willen der Verwaltung der Stadt Heilbronn grundlegend verändert werden, um dadurch die Kosten des regionalen Gesundheitswesens drastisch zu senken. Ob die Veränderungen den Kranken gut tun oder gefallen, wird nicht berücksichtigt und nicht erfragt. - Der Kranke kommt in dem Entwurf-Papier der Geschäftsführung eher unter dem Namen "Quantität" oder als "personenbezogene Mindestmenge" vor, um deren Wohl. sich die Gremien, die Gutachter, die Berater von Gutachtern etc. - Kafka hat solche nicht leicht fassbaren Mächte sehr gut beschrieben - streng unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten kümmern. Auch Ärzte und andere Klinik-Mitarbeiter haben in dem Entwurf-Papier nicht viel zu melden. Das gigantische Sparvorhaben, das die beiden Kliniken betrifft, wird de facto nur unter Verwaltungsbeamten und Politikern ausgehandelt. Der Ausdruck "wohnortnahe Versorgung" der Kranken ist in den begleitenden Zusatz-Texten so oft zu finden, daß man förmlich die Beschwörung spürt von etwas, das langsam-leise keine Rolle mehr spielen wird. Ähnlich steht es mit "Wahlmöglichkeiten" Die vorgeschlagenen Maßnahmen, isoliert gesehen, leuchten momentan ein, sie berücksichtigen unseres Erachtens aber nicht die Belange der kranken Menschen und ihrer besorgten Angehörigen. Warum um das Veränderungs-Papier so viel Geheimnis gemacht wurde, und warum der Oberbürgermeister nach der vorgezogenen Veröffentlichung des Geheimnisses in der Presse so tief entrüstet war, ist unverständlich. Der Artikel in der Heilbronner Stimme war bei aller Kürze sachlich richtig und ohne polemischen Unterton, er hat die Bürger gut informiert und den Lauf der Dinge nicht beeinflusst. - Warum bietet die Verwaltung nicht von sich aus und von Anfang an diese Transparenz? Die Bürger erwarten die rechtzeitige Klarheit und die vollständige Wahrheit von der Verwaltung, und sie haben ein Recht darauf! Ein Gemeinderat ist Teil der Verwaltung, und gleichzeitig ist er ein Vertreter der Bürger. Wir sehen den Sparzwang ein, aber wir befürchten durch einen lange Zeit geheim gehaltenen Spar-Schnellschuß große Nachteile für die kranken Menschen. In diesem Dilemma haben wir uns für die Menschen entschieden: Wir haben die Pläne in ihrer jetzigen Form abgelehnt!

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 19.07.2006
Statt eines Vorworts:
www.der-heilbronner.de
erweitert das Forum Gemeinderat, das Ihnen aus der Heilbronner Stadtzeitung bekannt ist. Hier finden Sie Beiträge, Kommentare, Glossen und verschwiegene Leserbriefe zu aktuellen Heilbronner Vorgängen in leseleichter Schreibweise und Zeichensetzung, also nicht in der jetzt dem Deutschen übergestülpten Ladenhüter-Orthographie. Die Verdreifachung von Konsonanten wie in 'Schifffahrt' - so wurde zur Zeit Robert Mayers geschrieben - wird ebenso vermieden wie das Doppel-Es in dem Bindewort 'dass', welches in der Zeit zwischen 1942 und 1945 ganz besonders beliebt war. Die Beiträge erscheinen 'bei Bedarf' und bei gegebenem Anlaß, das heißt in nicht regelmäßiger Folge. Sie stellen immer die unabhängige, von kommerziellen Interessen freie Meinung ihres Autors und nicht irgendeiner anonymen Redaktion dar. Soweit gesetzlich zulässig, werden Namen genannt, und es wird nicht um einen heißen Brei herumgeredet. Änderungen des Konzepts von "www.der-heilbronner-de" sind möglich, da das Projekt erst am Anfang steht und ‚neue strategische Weichenstellungen' jederzeit erforderlich werden können, wie in anderen Medien auch.
Jetzt aber:
Schiri, den Anpfiff! Das Spiel beginnt.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 20.07.2006
Der Heilbronner
Das Forum Gemeinderat in der Heilbronner Stadtzeitung dient der unbehinderten Meinungsäußerung der Stadtratsfraktionen zu lokalen Angelegenheiten und Vorgängen. Weil das freie Forum lediglich alle vier Wochen erscheint und der Platz begrenzt ist, bietet die Internet- Adresse "www.der-heilbronner.de" zusätzlich den Bürgern in loser Folge kommunalpolitische Kommentare, Stellungnahmen und Korrekturen zu öffentlichen und media-len Verlautbarungen. Natürlich wird 'der-heilbronner' auch Glossen bringen, die die Probleme in unserer Stadt auf unterhaltsame Tour verdeutlichen. Ebenso werden hin und wieder vergessene Leserbriefe unter 'der- heilbronner' zu finden sein, die zwar geschrieben wurden, aber wegen einer neuen strategischen Weichenstellung in der einheitlichen Medienlandschaft oder wegen anderer Gründe nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken konnten. Es ist ja kein Geheimnis, dass vom Publikum gerade die Zuschriften der Bürger besonders gern gelesen werden, eben weil sie deren Nöte unmittelbar widerspiegeln. Gelegentlich und unsystematisch werden mehr oder weniger ausführliche Ergänzungen zu Bekanntgaben und Meldungen von kommunalpolitischer oder auch stadthistorischer Bedeutung in "der-heilbronner" auftauchen. Dazu seien hier zwei Beispiele gegeben. Das erste: Die ZEAG-Aktie ist entgegen anderslautender Angaben durchaus an der Börse zu haben und wurde nachweisbar im Mai in Stuttgart gehandelt. Zweites Beispiel: Robert Mayer, der Heilbronner, dessen Andenken derzeit etwas vernachlässigt wird, stammt aus der verschwundenen Apotheke zur Rose beim Rathaus, und nicht aus der heutigen Rosenapotheke in der Wilhelmstraße.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 13.07.2006
Leserstimme zu: “Zitate“; Heilbronner Stimme vom 13. 07. 06, Seite 3
Öttingers Allerwelts-Floskel
Auch Ministerpräsident Günther Oettinger kommentierte den Rücktritt von J. Klinsmann. Er meinte, dass der Bundestrainer Hervorragendes geleistet habe, kann das aber nicht so einfach auf hochdeutsch sagen, denn wir Baden-Württemberger “können alles außer Hochdeutsch“. Zur Bestätigung dieses mehrere Millionen teuren Unsinns-Sprüchleins ahmt unser Ministerpräsident eine englische Vorlage halb deutsch, halb englisch nach und lobt ’Klinsi’ mit den Worten “Er hat...einen hervorragenden Job gemacht.“! Herr Klinsmann möge, bitte, diese abgegriffene Allerwelts-Floskel unseres Landesoberen nicht als Beleidigung auffassen und hiermit versichert sein, dass bei weitem nicht alle Baden-Württemberger sich so wenig im Hochdeutschen auskennen wie Herr G. Oettinger.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 02.07.2006
Leserbrief / Satire zu : “Gebärstreik deutscher Frauen stoppen“ im echo)) am Sonntag, 2. 7. 06, Seite 5
Der Gebärstreik
Die vielen Anstrengungen, die auf allen Ebenen unserer Gesellschaft unternommen werden, um den ’kleinen Unterschied’ zu gleicher Größe aufzubauen, scheinen nichts zu fruchten: Eine Professorin aus Gießen spricht frauenfeindlich von “einem Gebärstreik deutscher Frauen“. Eine Frau, von der niemand erfährt, ob sie eine erfolgreiche Streikbrecherin ist, beschuldigt also nur die deutschen Frauen, per Gebärstreik die Deutschen aussterben zu lassen. Aber nach allgemein anerkannter Theorie und Praxis gehören zum Erreichen einer Geburt immer zwei Menschen. Dass Frau Professor nur in der einen Beteiligten-Gruppe, den deutschen Frauen, die SündenZiegen - Böcke würde hier nicht passen - sieht, muss wohl die Folge von Unkenntnis oder Unerfahrenheit sein? Statistiken jedenfalls belegen, dass die Zeugungsunlust bei deutschen Männern ausgeprägt ist und sie also, ganz gleich wie die Frauen, die Familien-Idylle am Dorfbrunnen, wie sie der Frau Prof. vorschwebt, schamlos hintertreiben.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 28.06.2006
Leserstimme zu: “Von 73 auf 121 Euro - Hat Heilbronn Zeag-Aktien vorschnell verkauft?“, Heilbronner Stimme vom 26. 06. 06, Seite 31
Aktienhandel
Hinsichtlich der Umsätze der Zeag-Aktien an der Börse bedarf der Artikel in der Heilbronner Stimme vom 26. 06. 06 einer Ergänzung. Der Journalist wurde offensichtlich - von wem auch immer - nicht korrekt informiert, wenn er schreibt: “Im vergangenen Monat wurde keine einzige Zeag-Aktie gehandelt.“ Diese Aussage trifft nachweisbar nicht zu, denn die Schluß-Abrechnung meines Zeag-Aktien-Kaufs an der Stuttgarter Börse datiert auf den 30. Mai dieses Jahres. Die Umsätze in diesen Anteilscheinen sind tatsächlich gering, aber das Papier hat eine sehr gute Prognose, zumal bis Ende dieses Jahrhunderts “der Strombedarf um das Fünffache steigen wird“.

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 21.06.2006
Leserstimme zu: “Der Konkurrenz von morgen stellen“, Heilbronner St. 17. 06. 2006, Seite 37
Sorge um den Einzelhandel
Die liebevoll in der Zeitung ausgemalten Aktivitäten des Heilbronner Modehauses Palm sollen wohl als Beispiel dienen dafür, wie ein Einzelhändler einer finalen Schädigung seines Betriebs durch die Konkurrenz von morgen vorbeugen kann. Nur: Das Modehaus Palm erscheint als Vorbild für den durchschnittlichen Einzelhändler in der Innenstadt völlig ungeeignet! Nicht jeder residiert in eigenen Räumen, nicht jeder hat 750 000 € für Investitionen parat, nicht jeder macht mit seinem Tommy-Hilfiger-Shop im ECE Karlsruhe bereits glänzende Geschäfte wie Herr Palm, und nicht jeder erfreut sich so großer öffentlicher Aufmerksamkeit und so wohlwollenden medialen Interesses.
“Die im Licht stehn, sieht man, die im Schatten nicht,“ heißt es etwa bei Bert Brecht. Aufgabe der Stadtverwaltung Heilbronn und der Medien wird es sein, die Lichtgestalten nicht zusätzlich zu beleuchten, sondern sich verstärkt und nachhaltig um die Einzelhändler zu kümmern, die im Schatten stehen und sich nicht lässig der Konkurrenz von morgen stellen können. Die Einzelhändler werden es nicht leicht haben: Sie sollen am besten sofort massiv investieren. Dann müssen sie die Umsatzeinbußen verkraften, wenn die fünf zentrumsnahen Großbaustellen in den nächsten Jahren die Kundschaft fernhalten. So geschwächt, werden sie dann einer starken, kraftstrotzenden Konkurrenz standhalten müssen – wenn es sie dann noch

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 04.07.2006
Gegendarstellung
zu den Beschönigungen des 100.000.000-Euro-Skandals durch die Heilbronner Verwaltungsspitze:

Vorab: Sowohl Oberbürgermeister Himmelsbach als auch die Erste Bürgermeisterin Mergen geben sich als kommunale Finanzexperten aus.
Das sollte man beachten, wenn es um die nicht erst heute von uns vorgenommenen Bewertung des Verkaufs der ZEAG-Aktien der Stadt Heilbronn geht.
Auf das Erscheinen unseres Artikels "Der Hundert-Millionen-€-Skandal" in der stadteigenen
Stadtzeitung (Seite 2), reagierten die Verantwortlichen prompt und servierten den Bürgern sofort in derselben Ausgabe eine schöngefärbte Auskunft, deren teils falsche Angaben wir hier widerlegen.
Die Antworten zeigen gleichzeitig, welche Qualitäten an der Spitze der Heilbronner Stadtverwaltung wirklich vorhanden sind, der die Mehrheit des Gemeinderates in dieser skandalösen Angelegenheit bei der Verscherbelung des Heilbronner Tafelsilbers leider gefolgt ist.
Zum Glück ist der Heilbronner Gemeinderat dem weiteren Ansinnen dieser Verwaltungsspitze nicht mehr gefolgt, auch noch die Stadtwerke komplett abzustoßen.
Lesen Sie links die Behauptungen der Verwaltungsspitze und rechts unsere Gegendarstellung dazu:
Verwaltungsspitze in der Stadtzeitung: Unsere Gegendarstellung dazu:
ZEAG-Aktienverkauf war richtig
Schulden gesenkt, Handlungsfähigkeit auch in der Finanzkrise gewahrt
Nach dem Kursanstieg des ZEAG-Aktienwertes in der vergangenen Zeit stellen sich einzelne Bürger die Frage, ob der Verkauf der städtischen
ZEAG-Anteile 2002 richtig war. Hierzu nimmt die Stadtverwaltung Stellung:
ZEAG-Aktienverkauf war falsch
Die Senkung der Schulden steht in gar keinem Verhältnis zu der exorbitanten Höhe des Gewinns , der unserer Stadt durch den überstürzten Verkauf der Aktien entgangen ist. Die Handlungsfähigkeit war nie gefährdet
Die Bürger fragen völlig zu Recht, ob nach dem gewaltigen Kursanstieg der ZEAG-Aktien in kurzer Zeit der Verkauf ihres Vermögens in Form der städtischen ZEAG-Anteile 2002 richtig war.
• Seit 1999 zeichnete sich ab, dass angesichts der Liberalisierung auf dem Strommarkt die Spielräume für kleine und mittlere Unternehmen enger würden. Um Gefahren abzuwenden, wurde für die ZEAG ein starker Partner gesucht. Dabei ging es nicht darum, "Geld zu machen", sondern die Marktfähigkeit der ZEAG zu erhalten. • Mit denselben falschen Vorwänden wurde dem Heilbronner Gemeinderat der Verkauf der ZEAG-Aktien plausibel gemacht.
Die "Marktfähigkeit" der ZEAG war nie gefährdet, weil sie sich im Rahmen der Liberalisierung jederzeit hätte andere Partner suchen können.
• Der gleichzeitige Verkauf der städtischen Anteile an der ZEAG und an der Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) an die EnBW hat zu zahlreichen Synergieeffekten geführt, etwa ein kundenfreundliches gemeinsames Service-Center und ein gemeinsames Ableseverfahren. Zudem konnte die ZEAG als eigenständiger Versorger vor Ort, mit Arbeitsplätzen hier in Heilbronn gehalten werden. • Weder "Kundenfreundlichkeit" noch "Synergieeffekte" und gleich gar nicht die HVG stehen hier, wie zur Ablenkung vom Problem vorgebracht, zur Debatte.
Dazu hat ohnehin mancher Bürger seine eigene Meinung.
Da die Gefährdung der Marktfähigkeit nur vorwändiges Argument war, waren auch die Arbeitsplätze nie gefährdet.
• Die Steigerung des ZEAG-Aktienwertes in der letzten Zeit spiegelt nicht den tatsächlichen Wert des Unternehmens wieder, da die ZEAG-Aktien zu 98,2 Prozent im Eigentum der EnBW sind - sie werden am Markt gar nicht gehandelt. Die EnBW hat 2004 sogar im Rahmen von Bilanzierungsvorgaben eine Teilwertabschreibung in Höhe von 15 Millionen Euro vornehmen müssen. • Völlig falsche Behauptungen:
• 1. Aktienwerte spiegeln stets den Marktwert eines Unternehmens wieder.
Aktienkauf am 30.5.2006 • 2. Selbstverständlich werden ZEAG-Aktien am Markt gehandelt.
Falsch ist auch die Auskunft der Ersten Bürgermeisterin(!) und Finanzdezernentin(!) der Stadt Heilbronn, Frau Margret Mergen, in der
Heilbronner Stimme vom 26.06.2006, daß im vergangenen Monat, also im Mai 2006, keine einzige ZEAG-Aktie gehandelt worden sei.
Den Beweis für diese Falschbehauptungen finden Sie durch
Anklicken auf das Dokument rechts.
Schon Schüler lernen, daß Kursschwankungen durch An- und Verkäufe zustande kommen.
Ein Blick auf den
Chart hätte genügt, dies festzustellen.
• Anfang des Jahrzehnts gab es einen richtigen "Run" der großen Energieversorger auf die Anteile mittlerer und kleiner Unternehmen; damals waren sie auch bereit, gute Preise zu bezahlen. Nachdem die Nachfrage mittlerweile abgeebbt ist, hätte die Stadt Heilbronn zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr 178 Millionen Euro erhalten. • Den "Run" hätte es nicht gegeben, wenn die Energieversorger sich damit keine Gewinne versprochen hätten.
Die Nachfrage ist auch keineswegs abgeebbt, der Binnenmarkt ist nur praktisch "leergefegt", weil es noch mehr derart kurzsichtige und auf schnelles Geld erpichte kommunale Entscheidungsträger gegeben hat.
Vorausschauende Kommunen haben andere Wege zum Erhalt ihrer Unternehmen gefunden oder gleich gar nicht dieses Vermögen hastig verkauft.
In Heilbronn wurden nicht einmal Alternativen aufgezeigt.
Daß der Kaufpreis nicht mehr bezahlt worden wäre ist
a) irrelevant, weil dazu nie ein Zwang bestanden hat,
b) laut
Heilbronner Stimme vom 26.06.2006 nach "Bankenauskunft die Aktien zum ungünstigsten Zeitpunkt verkauft" wurden, denn ". . .2002 sind die Werte exorbitant zurückgegangen" und
c) dies eine völlig aus der Luft gegriffene und unbewiesene Behauptung ist.
Die großen Energieversorger fegen den "Markt" nach wie vor leer, kaufen weiterhin nach Kräften auf, was sie nur bekommen können und orientieren sich dazu inzwischen auf dem europäischen Markt.
• Und schließlich hat Heilbronn durch den Aktienverkauf seine Schulden halbieren können und dadurch auch im Finanz-Krisenjahr 2003 seine Handlungsfähigkeit behalten. Weitere 69 Millionen Euro sind für Zukunftsinvestitionen reserviert, von den Zinsen profitiert der städtische Etat Jahr für Jahr.
(red)
• Ein absolutes Scheinargument.
Die Handlungsfähigkeit der Stadt war nie gefährdet.
Jeder Haushalt der Stadt Heilbronn wurde vom Regierungspräsidium ohne Abstriche genehmigt.
Fest steht jedoch:
Die Einnahmen aus dem Unternehmensgewinn fehlen der Stadt und neben den entgangenen Dividenden von im letzten Jahr allein 5,3 Millionen Euro (rd. 10 Millionen DM) wären statt eines Wertverlustes von bis über 100 Millionen Euro oder 200 Millionen DM (!) weitere Schuldenreduzierungen möglich gewesen bzw. hätten für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung gestanden.

Wer trägt die Verantwortung für diesen Finanzskandal, vor dem unsere Fraktion mehrfach und mit ausführlichen Begründungen rechtzeitig gewarnt hatte?
Zudem steigt der Energiebedarf laut dem
Forschungszentrum Jülich in den nächsten Jahrzehnten kontinuierlich, bis zum fünffachen des heutigen Verbrauchs, an, was keinesfalls die an die Wand gemalten Horrorszenarien als Gründe für den Verkauf des Altienpaketes gerechtfertigt haben.
Der Skandalverkauf bekommt noch eine ganz besondere Note dadurch, daß trotz des sehr großzügigen "100-Millionen-Geschenks", das die EnBW von der Stadt Heilbronn erhalten hat, die EnBW eine Kooperation mit der Stadt kühl ablehnt:
Ohne Bedenken wird das geplante neue Kraftwerk der EnBW mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro nach Karlsruhe vergeben.
Der Standort Heilbronn wurde abgelehnt  unter schwer nachvollziehbaren Gründen,  mit  denen sich Oberbürgermeister Himmelsbach anscheinend sehr schnell abspeisen ließ ohne erkennbares zähes Ringen um den Standort Heilbronn und obwohl es in Heilbronn auch Möglichkeiten gegeben hätte, das Werk mit seinen Arbeitsplätzen aufzubauen, siehe:
Heilbronner Stimme v. 30.06.06, Seite 30!

Lesen Sie dazu auch:

Chart
Kurs-Übersicht
Mehr dazu
Kommentar
Redebeitrag
Pressetext
Business24
Reaktion Stadtzeitung S.4
Heilbronner Stimme v. 25.06.06
Forschungszentrum Jülich
Heilbronner Stimme v. 30.06.06
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 30.06.2006
Verunglimpfung der Deutschlandfahne
Leserbrief zum Thema "Keine Verunglimpfung nationaler Symbole" (HSt v. 30.6.2006,
Quelle, NE v. 28.6.2006):
Mich wundert in unserem Land langsam nichts mehr, gleich garnichts mehr über unsere Behörden. Ein Symbol in einer Flagge ist stets das Symbol derer, die das Land der Flagge beherrschen. Ich weiß deshalb nicht, wie türkische Behörden reagieren würden, wenn man ihre Fahne z.B. mit dem Balkenkreuz verunstalten würde.
Es ist jedenfalls geschmacklos, die deutsche Fahne in dieser Weise zu verunglimpfen. Offenbar ist manchen nichts schäbig genug, um damit letzten Endes das Geschäft anzukurbeln und so bleibt zu hoffen, daß das Ganze außer dem cleveren kommerziellen Hintergedanken tatsächlich der deutsch-türkischen Verständigung auf beiden Seiten nützt.
l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 16.06.2006
Stein-Täuscherei am Kiliansplatz
Leserbrief an die Heilbronner Stimme am 16. 06. 06
In dem Bericht über den trostlosen Zustand des Pflasters des Kiliansplatzes, der in der Heilbronner Stimme vom 10. 06. 2006 erschien mit dem Titel “Kiliansplatz wird weiter nur geflickt“, werden die Verursacher dieser Misere, nämlich die “damaligen städtischen Bauexperten“ nur kurz erwähnt. Über das  Betriebsamt und seinen Leiter, der den Murks von 1988 ausbessern soll aber nicht kann, weil die dazu nötigen städtischen Mittel woanders vertan werden, informiert dagegen der Artikel des längeren und breiteren. So könnte sich leicht der falsche Eindruck einstellen, 'das Betriebsamt wäre an allem schuld', wie ja oft nicht der Verursacher von Schmutz sich rechtfertigen muss, sondern der, der auf den Unrat hinweist und versucht, ihn zu beseitigen. Deshalb sollte das öffentliche Interesse nicht auf das Betriebsamt sondern auf die damaligen städtischen Bau-Aktivisten und auf die Beschaffungs-Vorgänge von damals, die dem jetzigen Übel zugrunde liegen, gerichtet werden. Der Kiliansplatz wurde 1988 nämlich mit dem für Pflasterungen wenig geeigneten Ruhrsandstein ausgestattet. Aber “verkauft wurden die Steinquader den Heilbronnern seinerzeit von den damaligen städtischen Bauexperten als Kirtschevit“, wie es im Artikel heißt. Der Kirtschevit ist ein Quarzitsandstein und durch den Quarz-Anteil besonders hart. Die städtischen Bau-Verantwortlichen machten also den Bürgern ein X für ein U vor, sprich: sie verlegten Ruhrsandstein, bezahlten aber Kirtschevit. Warum 1988 und in den vielen folgenden Jahren die 'Augenwischerei' im Baudezernat nicht bemerkt wurde, bleibt das Geheimnis der Stadtverwaltung Heilbronn. Die Beteiligten von damals sind  zwar längst aus dem Amt, entweder  gestorben, weggezogen oder immer noch auch als Privatiers in der Stadt ihr Wesen treibend. Dennoch muss sorgfältig analysiert werden, wie es zu dieser 'Stein-Täuscherei' kam, welche Umstände sie ermöglichten, und vor allem, wer dabei gewonnen hat. Nur durch die Kenntnis der damaligen Mechanismen können solche Fehlleistungen zukünftig vermieden werden. Das Pflaster der Kaiserstraße mahnt!!
l nach oben
Stadtrat Alfred Dagenbach: 13.06.2006
Landtags-Pittoreske
Leserbrief zum Thema "Einspruch gegen Landtagswahl vom März" (HSt v. 13.6.2006):
Langsam wir es zur Pittoreske, mit was sich die SPD beschäftigt und für was die Stimme ihren Platz verschwendet.
Da fällt es einem Herrn Burkhardt erst nach der Wahl ein, was jeder Insider schon längst wußte: Daß man in Heilbronn für ein Zweitmandat nur schlechte Karten hat.
Wer diese "Spielregeln" der Demokratie nicht kennt, hat im Parlament auch nichts verloren.
Das wußte auch ich, denn nach Prozentpunkten wäre ich schon 1992 im Landtag gewesen. 
Da gab es aber bei der SPD keinen Sturm im Wasserglas.
Oder ließ das alles den Herrn Burkhardt bis zur Wahl nur deshalb kalt, weil er so überzeugt davon war, das Direktmandat zu erhalten? 
Sein Problem pfeifen die Spatzen schon so lange von den Dächern, wie es den Landtag mit dieser "Ungerechtigkeit" gibt.
Das juckte aber auch in der SPD bisher niemand, am allerwenigsten ihren Ex-Landtags-Vizepräsidenten Birzele, der sich nun plötzlich als Lordsiegelbewahrer der Wahlgerechtigkeit vor den Karren der Landtags-Möchtegerne spannen läßt. 
Deshalb ist es mehr als heuchlerisch, wenn man statt der wirklichen umfassenden und längst überfälligen Landtagswahlreform, auf Nebeneffekte, wie den Ersatz von d`Hondt durch Lugue/Schepers setzt. 

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">l nach oben
Stadtrat Dr. Christian Haellmigk: 10.06.2006
Der falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort am falschen Platz?
Die Verbindung zwischen der Stadt Heilbronn und Dr. Roeder-Zerndt stand von Anfang an unter keinem  guten Stern.
Bald nachdem der neue Intendant im Gemeinderat mit sehr knapper Mehrheit gewählt worden war, tauschte er rigoros das nicht festangestellte Bühnenpersonal aus. Die Folge waren gleich zu Beginn erhebliche Verstimmungen zwischen Theater-Freunden und dem neuen Intendanten.
Sein Versuch, quasi im Handstreich und ohne Fingerspitzengefühl das Publikum aus dem Unterland für eine modernistische, englisch-amerikanische Theater-Praxis umzuerziehen, stieß auf Ablehnung und auf Verweigerung bei den Abonnenten. Der Intendant reagierte darauf mit herablassendem  Unverständnis und hielt trotz des erkennbaren Abonnenten-Schwundes starr an seiner Konzeption fest.
Potenziert wurden die Schwierigkeiten durch den finanziellen Druck, unter den “die Stadt in Not“ geraten war. Aber selbst angesichts so erheblicher Eingriffe wie des Schließens ganzer Museumsbereiche und eines schönen Schwimmbades sowie angesichts drastischer Kürzungen bei der Förderung des Sports beanspruchte der Intendant ungerührt die höchsten Subventionen im Kultur- und Sport-Leben dieser Stadt, ungeachtet der drastisch sinkenden Besucherzahlen in seinen Spielstätten. Die vom Gemeinderat beschlossene Budgetierung brachte schließlich eine vorübergehende Dämpfung der Kosten und des finanziell ausufernden Theaterbetriebes. Keineswegs aber kam es zu dem notwendigen radikalen Umdenken des Intendanten, dass das Theater nur eine kulturelle Institution neben vielen anderen Kultur-Einrichtungen  darstellt, und dass die mit öffentlichen Mitteln geförderte Kunst zwar frei aber nicht ökonomisch absolut ist.
Sein Konzept, entgegen den demografischen und finanziellen Fakten mehr Jugend-Theater und in klassischen Stücken mehr Regie-Mätzchen für junge Besucher zu bieten, vergrämte die Erwachsenen und bekam den Einnahmen nicht. Treue ältere Abonnenten kündigten.
Der Intendant schadete dem Ansehen des Theaters Heilbronn dadurch, dass er
sein Haus in das sinnlose obszöne “Käthchenschmeißen“ verstrickte. Diese geschmacklose Verunglimpfung der Heilbronner Symbolfigur wurde vielfach nicht als künstlerische Großtat, sondern  als rücksichtslos, ja als brutal empfunden. Der Intendant ließ Zettel auslegen, deren Text  die merkwürdige Aktion als Kunst erläutern sollte. Der Inhalt war jedoch derart, dass er in den Verdacht geriet, Pädophile zu animieren, und dem Intendanten wurde fehlende Sensibilität für das den Bürgern Zumutbare vorgeworfen.
Fehlendes Feingefühl manifestierte sich auch in der Art, wie der Intendant, der vermutlich den Schwierigkeiten in Heilbronn zu entkommen suchte, seine  Bewerbungen an das Theater in Saarbrücken und nach Augsburg handhabte. Mitarbeiter und Freunde des Theaters Heilbronn wurden enttäuscht,  Abonnenten reagierten entsprechend.

In diesem Rückblick ist allerdings zu beachten, dass Dr. Roeder-Zerndt von Anfang an in einer sehr schwierigen Lage war: Er übernahm eine Arbeit, in die sich bislang zwei hocherfahrene Fachleute geteilt hatten. Zudem war ihm die Praxis des Theaterbetriebes nicht geläufig. Theoretisch-intellektuell bestens geschult, hatte er doch weder als Schauspieler voll auf einer Bühne gestanden  noch  hauptamtlich Regie geführt oder einen Theaterbetrieb wie den Heilbronner selbständig verwaltet. Der falsche Mann zum falschen Zeitpunkt im falschen Ort am falschen Platz?  Wie dem auch sei, seine Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, war folge-richtig, und Heilbronn kann sich endlich einen neuen Intendanten suchen.
In seiner Stellungnahme zu seinem Entschluss versicherte Dr. Roeder-Zerndt, dass er bei seinem Weggang in zwei Jahren der Stadt Heilbronn ein vorzeigbares, künstlerisch und finanziell gefestigtes Theater hinterlassen werde. Wir würden uns davon sehr gern überzeugen lassen, wenn nicht die clamheimlichen Bewerbungen nach Saarbrücken und Stuttgart gewesen wären. Zudem ist nicht sicher auszuschließen, dass sich Dr. Roeder-Zerndt eventuell mit spektakulären aber kostenträchtigen Inszenierungen und Aktionen in den nächsten beiden Jahren zu Lasten unserer Stadt profilieren und sich damit bei Theatern, an die er sich bewirbt, empfehlen will:
Der Gemeinderat wird die Entwicklung der Kosten des Theaters noch aufmerksamer verfolgen müssen als bisher!

l Ihre Meinung dazu (bitte mit angeben, auf welchen Beitrag sich Ihre Meinung bezieht)">l nach oben
l Impressum l KontaktIhre ePost an den HEILBRONNER l nach oben .................
kostenlose counter
von buecher-zeitschriften.com