Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
12.04.2007 |
Leserstimme
zu: “Eine Frau, die weiß, was sie will“; 11. 04. 2007; Seite 25
Anwältin oder Referendarin?
In dem informativen “Porträt“ zu Margarete Krug heißt es: “Schon in ihrer Referendarzeit als Rechtsanwältin stand für sie fest: ...“ Diese Formulierung ist insofern ein wenig irritierend, als eine Referendarin nicht als Rechtsanwältin auftreten und sich auch nicht so nennen darf. Sie kann in einer Rechtsanwaltskanzlei oder bei einem Rechtsanwalt mitarbeiten und so auch eine Pflicht-Station ihrer Referendarszeit ableisten, bleibt dabei aber stets nur Referendarin.
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
29.03.2006 |
Suchet der Stadt Bestes
Etwas vom Besten unserer Stadt haben Sie im Moment gerade vor Augen:
Die 50 kurzen Zeilen in dieser Stadtzeitung für eine monatliche freie Meinungsäußerung.
Die Heilbronner Stimme nimmt Leserbriefe von Stadträten nur noch in Ausnahmefällen an, etwa zur Abwehr von Beleidigungen.
Trotzdem schicken wir weiterhin wegen des bisher guten Kontaktes Leserbriefe mit unserer manchmal etwas bissigen Meinung an die Heilbronner Stimme, stellen sie aber gleichzeitig unter www.pro-heilbronn.de ins Netz, damit Sie sie auf alle Fälle mit Genuss lesen können, unabhängig vom Gutdünken einer Redaktion.
Hand in Hand mit der Reduktion der Leserbriefe scheint auch eine Einschränkung der Berichterstattung der ’Stimme’ über Sitzungen des Gemeinderats zu gehen, die zuweilen sehr flüchtig und grobkörnig erscheint.
Das Abstimmungsverhalten der verschiedenen Fraktionen wird dem Leser schon seit langem nicht mehr mitgeteilt. Ein besonders schönes schlechtes Beispiel war der unbefriedigende Bericht der Heilbronner Stimme vom 16. 3. über die letzte Kulturausschuss-Sitzung.
Den korrigierenden Leserbrief finden Sie im Netz unter www.rep-heilbronn.de "Talsohle durchschritten?".
Die Überschrift zu diesem Beitrag „Suchet der Stadt Bestes...“ ist das Zitat aus dem Alten Testament (Jer. 29,7),
mit dem ich Sie am 24. 10. 1999 begrüßt habe, als Sie mich in den Gemeinderat wählten.
Heute ist es mein Gruß zum Abschied aus der REP-Fraktion und aus dem Stadtrat, den ich mit- ten in der Legislaturperiode verlasse,
weil die Leistungseinschränkung nicht mehr zu übersehen und gleichzeitig die Endstrecke der Lebensbahn überschaubar kurz geworden ist.... -
Nun denn, Adieu und “Suchet der Stadt Bestes; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s euch auch wohl.“
Ihr Dr. Haellmigk, ex-REP-Stadtrat in spe
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
21.10.2006 |
Leserstimme zu: “Peinliche Panne" und „Einladungspanne im Staatsministerium“; Heilbronner Stimme vom 20. 10. 06, Seite 2 und 5:
Peinlich
Tatsächlich eine peinliche Panne: die Auslassungen von Joachim Rüeck, die als therapiebedürftige 'hysterische Reaktion' einzustufen sind. Einen Beweis für diese Diagnose bietet der Mangel an Logik.
Einerseits seien die deutschen Republikaner, im Gegensatz zu den amerikanischen, in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, andererseits aber sei ein Foto ihres Landesvorsitzenden imstande, eine Regierungskrise im Ländle auszulösen.
Einerseits würden die deutschen Republikaner nach öffentlicher Wahrnehmung lechzen, andererseits sei aber ihrem Landesvorsitzenden der kurze Flug von Stuttgart nach Berlin zu viel gewesen, obwohl er dort mehr als wahrgenommen worden wäre.
Auch sonst fehlt Logik: Einerseits ist der Fraktionschef der Republikaner gewählter politischer Repräsentant, andererseits empfiehlt die Grüne Lösch, ihn einer Selektion zu unterziehen in Form von “aussortieren, wen man nicht haben will“. So leicht geht das wieder.
Und schließlich die Beschwörung des Verfassungsschutzes: Er beobachtet einerseits mit Steuergeldern die REP-Partei, weil sie als rechtsextremistisch eingestuft wird, andererseits nehmen die wirklichen Rechtsextremisten zu.
Bei der Polizei ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besser: Sie überwacht den Verkehr, und die Unfälle nehmen ab. Logisch wäre also, dass eine Überwachung der REP durch den Verfassungsschutz, wenn er je etwas taugt, jeden Redakteur ruhig schlafen lassen könnte und 'hysterische Reaktionen' und peinliche journalistische Pannen überflüssig machen müsste.
Analog müsste also eine Überwachung der REP durch den Verfassungsschutz, - vorausgesetzt, er taugt etwas, - jeden Redakteur ruhig schlafen lassen können und 'hysterische Reaktionen' nach Art der verängstigten Sieben Schwaben und peinliche journalistische Pannen überflüssig machen.
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
13.10..2006 |
Leserstimme zu: “Oettingers Kniefall ...“; Heilbronner Stimme vom 13. 10. 06, Seite 2:
Öttingers Kniefall?
Herr Dr. Bok hat recht:
Aus der Sicht der Kulturvandalen, die er zu teilen scheint, ist 'Oettingers Kniefall' natürlich eine Katastrophe.
Die tief in den Archiven vergrabenen, mittelalterlichen Handschriften gehören selbstverständlich “wechgehauen“ und in alle Welt verscherbelt, zumal sie in dieser auslaufenden Sprache Deutsch geschrieben sind, die laut Oettinger nur noch als Feierabendsprache geduldet werden dürfte.
Erschwerend kommt hinzu, dass die verstaubenden Texte nicht der Rechtschreibreform teilhaftig geworden sind, keine Zinsen bringen, nur Kosten verursachen und beim Archivpersonal Allergien auslösen können.
Und das Schlimmste:
Dieser Plunder stammt aus einer Zeit, in der es in Theorie und Praxis Kreuzzüge gab, so dass es vorauseilend geradezu geboten ist, sich schleunigst von ihnen zu trennen, so wie man sich in der Berliner Inszenierung des 'Idomeneo' von Köpfen trennte.
– Glücklicherweise war Oettinger einsichtig, die Vandalen unterlagen: Die Handschriften bleiben uns erhalten, aber die Kulturlobby muss wachsam sein:
Der Schoß ist fruchtbar noch....
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Stadtrat
Alfred Dagenbach: |
09.10.2006 |
Leserbrief zum Thema "Wie die Nazis..." (HSt v.9.10.2006 S. 40)
Pogrom???
Was Götz Aly dem Bericht zufolge als Gründe über die Akzeptanz des 3. Reiches bei weiten Teilen des deutschen Volkes annimmt, ist weitgehend das, was nach dem Krieg von der Erlebnisgeneration so weitergegeben wurde.
Sie ahnten ja selbst in der Friedenszeit nicht, wie das alles mit einer enormen Staatsverschuldung und auch Schachts Mefo-Wechseln erkauft wurde.
Nicht zuletzt diese Verschuldung war einer der Gründe für das Verlangen nach Begleichung auf unkonventionelle Weise, wie die "Inbesitznahme" fremder Länder durch die Verantwortlichen.
Nicht ganz klar komme ich mit der Darstellung, "den Juden wurde nach dem Pogrom von 1941 eine 'Buße' von einer Milliarde Mark abgepreßt".
Meines Wissens war dieses Pogrom ("Reichskristallnacht") am 9. November 1938 in Folge der Ermordung des deutschen Gesandten in Paris.
Offenbar findet hier eine Verwechslung mit einem Pogrom im polnischen Jedwabne im Jahr 1941 statt, worüber "Die Zeit" u. a. am 03.02.2005 schrieb:
"Es kam heraus, daß nicht deutsche Einheiten, sondern die polnischen Bewohner des Städtchens 1941 fast alle ihre jüdischen Nachbarn ermordet hatten."
( www.zeit.de )
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
06.10.2006 |
Gastrolobby im Hagenbucher
Magenbucher
Im geplanten Zentrum für Naturwissenschaft und Technik im Hagenbucher soll nach dem Willen der Verwaltung ein größerer Gastronomiebereich untergebracht werden. Seine Ausgestaltung wird in den Planungsunterlagen allzu ausführlich erörtert, obwohl schon 2002 in der "Hagenbucher Zeitung" dieses 'Gastro' im Erdgeschoss angepriesen und seine Initiatoren, unter ihnen einige Gemeinderäte, vorgestellt wurden.
Nach unserer Meinung sollte wegen des knappen Raumes auf die geplante Gastronomie im Erdgeschoss und im nahen Außenbereich zugunsten der Exponate und der Darstellung der Phänomene im Hagenbucher verzichtet werden. Damit würde auch eine Belästigung durch die das Haus durchziehenden Essensgerüche und durch die Betriebsgeräusche ebenso vermieden werden wie eventuelle Reibereien zwischen der Personalgruppe der Gastronomie und der des Wissenszentrums. Die Situation im Deutschhof sollte der Verwaltung und den das 'Gastro' befürwortenden Fraktionen ein abschreckendes Beispiel sein! In der nächsten Umgebung des Hagenbucher stehen Lokale aller Preisklassen zur Verfügung. Die Adolf-Cluss-Brücke verbindet den Hagenbucher auf kürzestem Weg mit der Gastromeile in der Unteren Neckarstraße. Abgesehen davon besteht außer dem Interesse des potentiellen Betreibers keinerlei Anlass, die 557 in Heilbronn registrierten Lokale, Vinotheken, Gaststätten und Restaurants um einen weiteren Gastronomiebereich zu vermehren.
Wir befürworten hingegen, ein einfaches Bistro-Café im obersten Geschoss des Gebäudes für 'den kleinen Imbiss danach' und für die Entspannung mit Blick auf den Fluss, die Stadt und ihre Weinberge.
Redebeitrag im Heilbronner Gemeinderat dazu
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Stadtrat Alfred
Dagenbach: |
24.09.2006 |
Wahrheit und
Klarheit
Die
Historiker wehren sich
Schon die alten Ägypter bedienten sich der
Geschichtsklitterung:
Um sich selbst besser ins Licht stellen zu
können, ließ mancher Pharao die Hieroglyphen
des Vorgängers aus dem Stein meißeln und durch
seine eigene Sicht der Dinge ersetzen.
Beim 46. Deutschen Historikertag, der nach vier
Tagen am Freitag in Konstanz zu Ende ging, ist es
nicht unterdrückten Berichten zufolge zu
massiven kontroversen Diskussionen zum Thema
"Geschichte im Fernsehen" gekommen.
Im Mittelpunkt befanden sich Geschichtssendungen,
wie die des "Chef-Historikers" Guido
Knopp im ZDF, die eigentlich mehr das Signum
"Geschichtsklitterung" statt
"Historie" verdienen.
Geschichtswissenschaftler erheben dazu massive
Vorwürfe, denn Knopp habe die historische
Aufklärung der Quote geopfert, im Vordergrund
stünden effekthascherische Propagandabilder aus
der NS-Zeit, Statements von Zeitzeugen würden
auf wenige Sekunden-Schnipsel eingedampft, um
allein ein verheerendes Bild über eine
"schreckliche Zeit" zu zeichnen, wie es
der Jenaer Historiker Prof. Norbert Frei bei
einer Podiumsdiskussion bewertet hat.
Auch die bei "Spiegel-TV" verbreiteten
Farbbilder von Hitlers Lebenspartnerin Eva Braun,
an sich unbedarfte private Aufnahmen von Hitlers
Wohnsitz auf dem Obersalzberg, seien nichts als
"visuelle Geschichts-Pornographie".
Das Problem ist für die Wissenschaftler, daß
bei der zunehmenden Bedeutung von Fotos, Film-
und TV-Aufnahmen als historische Quelle der alte
Grundsatz "veritas in actis" - die
Wahrheit ist in den Akten - längst erweitert
werden müßte.
Daraus folgt auch die Forderung, dass
insbesondere die Medien verantwortungsvoll mit
den Bildern umgehen müßten.
Der Vorsitzende des deutschen
Historikerverbandes, Prof. Peter Funke, erteilte
daher einem "effekthascherischen
Histotainment" auch eine klare Absage.
Auch die verfälschende Wirkung von mißbrauchten
Bildern war Thema, wie es die
protestgeschwängerten Wehrmachtsausstellungen
zwischen 1995 und 1999 mit rund 800.000 Besuchern
gezeigt haben.
Die zumeist auf Fotos gestützte Schau, die
Verbrechen der Wehrmacht dokumentieren sollte,
machte die Schwäche von Bildern deutlich, denn
nachweislich waren nicht wenige Fotos falsch
zugeordnet - statt Verbrechen der Wehrmacht
wurden unter anderem Taten der Waffen-SS oder der
sogar der Sowjets gezeigt.
Auch Fernsehbilder wurden kritisiert. Hier wurden
zum Beispiel eindrucksvolle Bilder zur
Illustrierung etwa der Pogromnacht 1938 einem
Millionenpublikum vorgeführt, die in Wahrheit
keine brennende Synagoge in Deutschland, sondern
Jahre später in Litauen zeigten.
Der ehemalige ARD-Chefredakteur Hartmann von der
Tann mußte eingestehen, dass gerade in
Dokumentationen über die NS-Zeit zum Großteil
ausgerechnet Propagandabilder der Nazis gezeigt
werden.
So sei auch der ambitionierte Streifen
"Hitler - eine Karriere" von Joachim
Fest so daneben gewesen, daß die
"heroisierende Aufnahmen" von Leni
Riefenstahl, die dieser mit einem sarkastischen
Text unterlegte, gründlich "schief
gegangen" sind.
Das Ganze sei eine
"Rentabilitätsfrage" ist denn auch die
Ausrede für solches Tun bei den Machern: Michael
Kloft, bei "Spiegel-TV" verantwortlich
für Zeitgeschichte, wies darauf hin, daß es
immer schwieriger sei, Publikum in der
werberelevanten Zielgruppe von 19 bis 49 Jahren
für historische Produktionen zu interessieren.
Da könnten Farbaufnahmen wie von Eva Braun
helfen, den Zuschauer vom "Wegzappen"
abzuhalten.
Wenn das nun wichtiger ist, als eine ehrliche
Darstellung historischen Geschehens, dann ist es
gut, daß professionelle Historiker dieses Thema
einmal aufgreifen.
Denn wie bei Guido Knopp haben die Sendungen zwar
einen gewissen Unterhaltungswert, auch sind die
Beiträge insoweit sehenswert, als oftmals noch
nicht gezeigte Filmchen über den Bildschirm
flimmern.
Im Gegensatz dazu sind aber die Kommentare mit
Vorsicht zu genießen und die negative
Einschätzung der Historiker, daß damit auf die
Gefühle abgehoben werden soll, ist absolut
richtig, weil das sehr wenig mit seriös
fundierter Wissenschaft zu tun hat, insbesondere,
wenn es neben der sattsam bekannten
Geschichtsklitterung auch noch um Zuschauerquoten
geht.
Dementsprechend fällt auch immer gerade das
Gesicht des Herrn Knopp auf, dem man von weitem
das schlechte Gewissen über sein
"Werk" ansieht.
Man achte einmal darauf - und: es sind
keinesfalls allein die visuellen Medien, die auf
dieser Welle reiten... |
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ARTE am Sonntag,
24. September 2006, um 20.40 Uhr |
21.09.2006 |
Vive Kleist, vive
Heilbronn, vive Catherine
Brigitte
Bardot und "Käthchen von Heilbronn" im
Fernsehen
Als "Divendrama" bezeichnet
www.tvspielfilm.de den Film
"Privatleben" (La vie privée) von
1962, den ARTE am Sonntag, 24. September 2006, um
20.40 Uhr ausstrahlt. In der Hauptrolle: Brigitte
Bardot, die sich selbst spielt. Was die
Fernsehprogrammzeitschriften eher weniger
interessiert, ist, daß es darin auch um Heinrich
von Kleists "Käthchen von Heilbronn"
geht, das als Freilichtaufführung auf dem
Marktplatz von Spoleto gespielt werden soll. Zum
Film selbst zitieren wir aus www.film-zeit.de:
"Eine tragische und zugleich sehr
authentische Rolle übernimmt Brigitte Bardot in
PRIVATLEBEN (1961) von Louis Malle und mit
Marcello Mastroianni. Hier verkörpert sie einen
populären Model- und Filmstar, dessen Leben
durch die Aufdringlichkeit der Paparazzi ins
Verderben stürzt. Dieser Film weist deutliche
Parallelen zu ihrem echten Leben auf, in dem sie
keinen Schritt, ohne erkannt und fotografiert zu
werden, gehen kann. (...) Brigitte Bardot ist das
Idol der Nachkriegsgeneration; das Sex-Symbol der
50er und 60er Jahre, welches eine ganze
Generation beeinflußt hat. Ihre Ehrlichkeit und
Freizügigkeit, ihre Mischung aus Unschuld und
Provokation, stehen für den Ausbruch aus dem
einengenden Puritanismus der Nachkriegszeit.
Dadurch wird BB - wie sie auch genannt wird -
1965 sogar zur 'Marianne', dem französischen
Revolutionssymbol. Die Markenzeichen des
Weltstars sind große, braune Augen, eine blonde
Löwenmähne, der laszive Gang und vor allem der
unverwechselbare Schmollmund." Eine
persönliche Anmerkung von Günther Emig,
Direktor des Kleist-Archiv Sembdner: "In den
90er Jahren des letzten Jahrhunderts stieß ich
erstmals auf diesen Film und seinen
Kleist-Zusammenhang. Ich schrieb an BB vermutlich
den heißesten Brief, der jemals auf einem
städtischen Briefpapier geschrieben wurde. Und
BB antwortete mit einem wunderschönen
DIN-A-4-Blatt : 'Vive Kleist, vive Heilbronn,
vive Catherine'
(www.kleist.org/kaet/brigittebardot/bb1x.jpg).
Unter www.kleist.org/kaet/brigittebardot gibt es
auf unserer Website die Stelle in ihren Memoiren,
in der sie über den Film spricht, ferner ein
Faksimile der "Illustrierten
Filmbühne" zu diesem Film und eine
Inhaltsangabe. Ach ja, und die BB spielt
natürlich nicht das Käthchen..." Privatleben
(La vie privée). Mit Brigitte Bardot und
Marcello Mastroianni. ARTE, 24. 9. 2006, 20:40
Uhr - Daten mit Vorbehalt, nachdem es ja
gelegentlich zu Programmänderungen kommen kann.
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Stadtrat Alfred
Dagenbach: |
18.09.2006 |
Mit Wojtyla wäre das
nicht passiert?
Leserbrief zum Thema "Kritik und Lob
für Benedikt" (HSt v.18.9.06, S. 2)
Im Artikel "Kritik und Lob für
Benedikt" wird das italienische Blatt
"La Stampa" im Streit um das von Papst
Benedikt gebrauchte Zitat zur Gewaltbereitschaft
des Islam mit den Worten zitiert: "Mit
Wojtyla wäre das nicht passiert". Dazu kann man nur
feststellen, daß "mit Wojtyla"
und seinem Versuch, die Weltreligionen - also
auch den Islam - untereinander zu versöhnen
nach seinem Tod es "passiert" ist,
daß der islamische Glaubenslehrer Scheich Nasser
Ibn Sulaiman al-Umar auf die angebliche
Anfrage eines Moslems folgende Fatwa
(islamisches Rechtsgutachten) über Papst
Johannes Paul II. (Wojtyla) erlassen hat:
1. Der
Papst ist zweifellos als Gottloser gestorben.
2. Man darf nicht für ihn beten. (Sure 9,113 und
84) ... . Er ist gottlos gewesen, weil er an
Jesus Christus geglaubt hat. (Sure 9,30).
3. Man darf ihn verfluchen, weil er als Gottloser
gestorben ist ... . Ob man dies in der
Öffentlichkeit tun sollte, ist abhängig von den
Vor- und Nachteilen, die dadurch entstehen
könnten.
Scheich al-Umar betont, dass ein
Mensch, der auch nur die geringste Kenntnis von
der Lehre des Islam habe, diese Fragen nicht
stellen würde. (Quelle: Islaminstitut)
Soviel zu den
Bemühungen um Gleichbehandlung, den wir
Christen inzwischen soweit getrieben haben, daß
wir für den Bau von Moscheen auch noch
erhebliche Steuergelder aufwenden, allen
voran unsere Kirchen selbst in einem
Versöhnungswahn, der auf diese Weise gedankt
wird.
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Achtung Satire! |
11.08.2006 |
Bundesanwalt
ermittelt?
Es wurde ja nur
ein Brandanschlag gegen einen CDU Politiker
ausgeführt, der sich zudem noch die
"Frechheit und Freiheit" herausnimmt,
gegen eine geplante Berliner Moschee zu sein.
Dieser Mann sollte sich mal ein Beispiel an dem
CDU OB von Duisburg nehmen, der sich begeistert
für die dortige Großmoschee einsetzt. Dann
wäre auch er nicht mehr gefährdet.
Der Brandanschlag
auf den CDU Politiker und seine Familie ruft
sicherlich den Bundesanwalt auf den Plan oder?
Die nächsten 14 Tage überschlagen sich die
Nachrichtenagenturen, Bayern aktuell, NDR und MDR
Info berichten viertelstündlich im Rundfunk,
Deutschlandfunk ist auch dabei, Spiegel und
Süddeutsche sowieso, ARD-Tagesschau und
ZDF-heute fehlen ebenfalls nicht. Was? Sie
fühlen sich fast so gut unterrichtet wie aus
DDR-Medien und haben noch nichts von dieser Tat
mitgekriegt, dann lesen Sie bitte die kleine
Meldung in der
Berliner Zeitung "Der
Tagesspiegel" vom 11.08.2006.
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Stadtrat Alfred
Dagenbach: |
10.08.2006 |
EnBW verbucht
erneut ein Ergebnisplus im ersten Halbjahr
Heilbronn
prosperiert nicht mehr vom Strom-Markt
Der Stromriese Energie Baden-Württemberg AG
(EnBW) verbuchte im ersten Halbjahr erneut ein
Rekordergebnis. Wie EnBW am Mittwoch bekannt gab,
lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im
Berichtszeitraum bei 1,01 Mrd. Euro, nach 863,8
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auch der
Vorsteuergewinn verbesserte sich von 739,9 Mio.
Euro auf 952,2 Mio. Euro. Beim Ergebnis aus
fortgeführten Geschäftsaktivitäten wird auf
einen Anstieg von 424,6 Mio. Euro auf 578,0 Mio.
Euro vorwies. Der Überschuss im Konzern
verbesserte sich von 422,4 Mio. Euro auf 586,3
Mio. Euro. Beim Gesamtumsatz verbuchte EnBW
aufgrund zweistelliger Zuwachsraten in den
Segmenten Strom und Gas sowie Dienstleistungen
einen Anstieg von 5,18 Mrd. Euro auf 6,53 Mrd.
Euro. Die Stadt Heilbronn prosperiert von solchen
Gewinnnen nicht mehr. Sie hat ihren einstige
sichere "Dividendenbank" ZEAG im Jahr
2001 für 72,50 Euro pro Aktie an die EnBW
verjkauft. Heute tendiert die ZEAG-Aktie in
Kurswerten bis zu 130 Euro, was einer Differenz
zum Kaufpreis von rund 100 Millionen Eurpo gleich
kommt.
Mehr dazu |
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Haftbefehl? |
05.08.2006 |
Gerichtsvollzieherin
droht Daimler-Chef Zetsche mit Haftbefehl
Er soll 9095,65 Euro zahlen
Laut Bild-Zeitung ist eine junge
Gerichtsvollzieherin vom Amtsgericht Stuttgart
stinksauer, weil sie seit sechs Monaten versucht,
vom Stuttgarter Daimler-Konzern einen amtlichen
Pfändungsbeschluß in Höhe von insgesamt
9095,65 Euro zu vollstrecken. Weil der Auto-Riese
nicht zahlt, sandte die Beamtin jetzt den
DaimlerChrysler-Anwälten ein Schreiben und setzt
darin eine allerletzte Zahlungsfrist bis 15.
August 2004, 14 Uhr. Gehe das Geld bis dahin
nicht in bar ein, will sie laut Bild Haftbefehl
gegen den DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden
Dieter Zetsche beantragen.
Das Ganze ist Teil der unendlichen
Fortsetzungsgeschichte um den Unterländer
Unternehmer Gerhard S., der vor einem Jahr einen
Prozeß gegen Daimler, u.a. wegen unzulässige
Kontensperrung gewonnen hat. Auslagen für
Anwälte und Fahrten durfte der Manager durch
einen Kostonfestsetzungsbeschluss vom Amtgericht
Hellbronn (AZ: 42-4-11) DaimlerChrysler mit
8365,92 Euro in Rechnung stellen.
Seinem Rechtsanwalt
Rolf-Maximilian Ill zufolge sollte die
Kantinenkasse in Möhringon gepfändet werden,
die aber plötzlich verschwunden gewesen sei.
Eine zweimalige Suche nach Wertgegenständen
(z.B. Kunstwerke, Plasma-Fernseher/dle Red.)
wurde offensichtlich verweigert.
Eine Konzernsprecherin äußerte sich nun in
dieser für den Konzern nicht gerade
repräsentativen Angelegenheit dahingehend, daß
es in dieser Angelegenheit "zum Teil
Kompetenzprobleme" gegeben habe, und die
Zahlung nun in den nächsten Tagen erledigt
werde.
Das
Daimler-Desaster: "Stammheim
ist die Hölle auf Erden" |
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Stadtrat Alfred
Dagenbach: |
29.07.2006 |
Nachtfahrverbot
für LKW nicht ausreichend
Linie 12 erhalten!
Stadtrat Alfred Dagenbach hält ein
Nachtfahrverbot für LKW auf der Bundesstraße
293 für keine ausreichende Maßnahme, die
Probleme, die der stark zugenommene LKW-Verkehr
auf der Böckinger Großgartacher Straße
verursacht, zu beheben. Zwar sei der
ruhestörende Lärm durch LKW bei Nacht
unerträglich, doch treten die Hauptprobleme vor
allem schon morgens und abends während des
Berufsverkehrs auf. "Mitverursacher für
kilometerlange Staus ist zudem die schlampige
Verkehrsregelung am Sonnenbrunnen, verursacht
durch die Stadtbahn", so Dagenbach. Die
Belästigung gehe Hunderte Meter tief in
Anwohner- und Wohngebiete hinein. Häuser
nördlich der Großgartacher Straße und sogar
südlich der Stadtbahnlinie zeigen zunehmend
Risse: "In einzelnen Häusern finden
täglich dutzendweise Erdbeben statt."
Deshalb seien weitere Maßnahmen, wie die
Beschränkung von 30 km/h für LKW unerläßlich
und, so Dagenbach, "Herr OB Himmelsbach
soll sich einmal über den Städtetag stark
für ein bundesweites LKW-Mautsystem für alle
Bundesstraßen stark machen. Er verbringt dort
seine Zeit als Städtetags-Vize schließlich
nicht für seine persönlichen Allüren!
Besonders schlimm ist, daß wir auf
entsprechende und seit Jahren immer wieder
gemachte Initiativen stets herabspielende und
hinhaltende Antworten erhalten haben. Wir wurden
hinter's Licht geführt."
Völlig verwundert ist Dagenbach darüber, daß
sich nun diejenigen zu Wort melden, deren
Fraktionen für die Mißstände durch
Untätigkeit und entsprechende Abstimmungen
mitverantwortlich sind. Das gelte auch für die
bisher der Geheimhaltung dank der zunehmenden
Entmachtung der Bürgervertretung unterliegenden
Maßnahmen mit der Stadtbus-Linie 12. Davon sei
nicht nur das Wohngebiet Haselter mit seiner
Großzahl älterer Mitbürger, sondern auch die
Schollenhalde betroffen. Dagenbach:
"Der miserablen Haltepunktplanung für
die Stadtbahn, gegen die wir uns als einzige
deutlich und frühzeitig gewehrt haben, soll nun
noch der Wegfall der Haltestellen im Haselter und
auf der Schollenhalde eins draufgesetzt werden.
Die eiskalte bürgerfeindliche Politik der
Heilbronner Verwaltungsspitze samt der dieses
Verhalten stets abnickenden Gemeinderatsmehrheit
zeigt im Böckinger Westen einmal mehr ihr
wahres Gesicht." |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
21.07.2006 |
Gemeinderatssitzung
vom 20. 07. 2006
Ein
Ausschnitt
Die Struktur der SLK-Kliniken 'Gesundbrunnen' und
'Plattenwald' sollen nach dem Willen der
Verwaltung der Stadt Heilbronn grundlegend
verändert werden, um dadurch die Kosten des
regionalen Gesundheitswesens drastisch zu senken.
Ob die Veränderungen den Kranken gut tun oder
gefallen, wird nicht berücksichtigt und nicht
erfragt. - Der Kranke kommt in dem Entwurf-Papier
der Geschäftsführung eher unter dem Namen
"Quantität" oder als
"personenbezogene Mindestmenge" vor, um
deren Wohl. sich die Gremien, die Gutachter, die
Berater von Gutachtern etc. - Kafka hat solche
nicht leicht fassbaren Mächte sehr gut
beschrieben - streng unter
betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
kümmern. Auch Ärzte und andere
Klinik-Mitarbeiter haben in dem Entwurf-Papier
nicht viel zu melden. Das gigantische
Sparvorhaben, das die beiden Kliniken betrifft,
wird de facto nur unter Verwaltungsbeamten und
Politikern ausgehandelt. Der Ausdruck
"wohnortnahe Versorgung" der Kranken
ist in den begleitenden Zusatz-Texten so oft zu
finden, daß man förmlich die Beschwörung
spürt von etwas, das langsam-leise keine Rolle
mehr spielen wird. Ähnlich steht es mit
"Wahlmöglichkeiten" Die
vorgeschlagenen Maßnahmen, isoliert gesehen,
leuchten momentan ein, sie berücksichtigen
unseres Erachtens aber nicht die Belange der
kranken Menschen und ihrer besorgten
Angehörigen. Warum um das Veränderungs-Papier
so viel Geheimnis gemacht wurde, und warum der
Oberbürgermeister nach der vorgezogenen
Veröffentlichung des Geheimnisses in der Presse
so tief entrüstet war, ist unverständlich. Der
Artikel in der Heilbronner Stimme war bei aller
Kürze sachlich richtig und ohne polemischen
Unterton, er hat die Bürger gut informiert und
den Lauf der Dinge nicht beeinflusst. - Warum
bietet die Verwaltung nicht von sich aus und von
Anfang an diese Transparenz? Die Bürger erwarten
die rechtzeitige Klarheit und die vollständige
Wahrheit von der Verwaltung, und sie haben ein
Recht darauf! Ein Gemeinderat ist Teil der
Verwaltung, und gleichzeitig ist er ein Vertreter
der Bürger. Wir sehen den Sparzwang ein, aber
wir befürchten durch einen lange Zeit geheim
gehaltenen Spar-Schnellschuß große Nachteile
für die kranken Menschen. In diesem Dilemma
haben wir uns für die Menschen entschieden: Wir
haben die Pläne in ihrer jetzigen Form
abgelehnt! |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
19.07.2006 |
Statt eines
Vorworts:
www.der-heilbronner.de
erweitert das Forum Gemeinderat, das Ihnen aus
der Heilbronner Stadtzeitung bekannt ist. Hier
finden Sie Beiträge, Kommentare, Glossen und
verschwiegene Leserbriefe zu aktuellen
Heilbronner Vorgängen in leseleichter
Schreibweise und Zeichensetzung, also nicht in
der jetzt dem Deutschen übergestülpten
Ladenhüter-Orthographie. Die Verdreifachung von
Konsonanten wie in 'Schifffahrt' - so wurde zur
Zeit Robert Mayers geschrieben - wird ebenso
vermieden wie das Doppel-Es in dem Bindewort
'dass', welches in der Zeit zwischen 1942 und
1945 ganz besonders beliebt war. Die Beiträge
erscheinen 'bei Bedarf' und bei gegebenem Anlaß,
das heißt in nicht regelmäßiger Folge. Sie
stellen immer die unabhängige, von kommerziellen
Interessen freie Meinung ihres Autors und nicht
irgendeiner anonymen Redaktion dar. Soweit
gesetzlich zulässig, werden Namen genannt, und
es wird nicht um einen heißen Brei herumgeredet.
Änderungen des Konzepts von
"www.der-heilbronner-de" sind möglich,
da das Projekt erst am Anfang steht und
neue strategische Weichenstellungen'
jederzeit erforderlich werden können, wie in
anderen Medien auch.
Jetzt aber:
Schiri, den Anpfiff! Das Spiel beginnt. |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
20.07.2006 |
Der Heilbronner
Das Forum Gemeinderat in der Heilbronner
Stadtzeitung dient der unbehinderten
Meinungsäußerung der Stadtratsfraktionen zu
lokalen Angelegenheiten und Vorgängen. Weil das
freie Forum lediglich alle vier Wochen erscheint
und der Platz begrenzt ist, bietet die Internet-
Adresse "www.der-heilbronner.de"
zusätzlich den Bürgern in loser Folge
kommunalpolitische Kommentare, Stellungnahmen und
Korrekturen zu öffentlichen und media-len
Verlautbarungen. Natürlich wird
'der-heilbronner' auch Glossen bringen, die die
Probleme in unserer Stadt auf unterhaltsame Tour
verdeutlichen. Ebenso werden hin und wieder
vergessene Leserbriefe unter 'der- heilbronner'
zu finden sein, die zwar geschrieben wurden, aber
wegen einer neuen strategischen Weichenstellung
in der einheitlichen Medienlandschaft oder wegen
anderer Gründe nicht das Licht der
Öffentlichkeit erblicken konnten. Es ist ja kein
Geheimnis, dass vom Publikum gerade die
Zuschriften der Bürger besonders gern gelesen
werden, eben weil sie deren Nöte unmittelbar
widerspiegeln. Gelegentlich und unsystematisch
werden mehr oder weniger ausführliche
Ergänzungen zu Bekanntgaben und Meldungen von
kommunalpolitischer oder auch stadthistorischer
Bedeutung in "der-heilbronner"
auftauchen. Dazu seien hier zwei Beispiele
gegeben. Das erste: Die ZEAG-Aktie ist entgegen
anderslautender Angaben durchaus an der Börse zu
haben und wurde nachweisbar im Mai in Stuttgart
gehandelt. Zweites Beispiel: Robert Mayer, der
Heilbronner, dessen Andenken derzeit etwas
vernachlässigt wird, stammt aus der
verschwundenen Apotheke zur Rose beim Rathaus,
und nicht aus der heutigen Rosenapotheke in der
Wilhelmstraße. |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
13.07.2006 |
Leserstimme zu:
Zitate; Heilbronner Stimme vom 13.
07. 06, Seite 3
Öttingers
Allerwelts-Floskel
Auch Ministerpräsident Günther Oettinger
kommentierte den Rücktritt von J. Klinsmann. Er
meinte, dass der Bundestrainer Hervorragendes
geleistet habe, kann das aber nicht so einfach
auf hochdeutsch sagen, denn wir
Baden-Württemberger können alles außer
Hochdeutsch. Zur Bestätigung dieses
mehrere Millionen teuren Unsinns-Sprüchleins
ahmt unser Ministerpräsident eine englische
Vorlage halb deutsch, halb englisch nach und lobt
Klinsi mit den Worten Er
hat...einen hervorragenden Job gemacht.!
Herr Klinsmann möge, bitte, diese abgegriffene
Allerwelts-Floskel unseres Landesoberen nicht als
Beleidigung auffassen und hiermit versichert
sein, dass bei weitem nicht alle
Baden-Württemberger sich so wenig im
Hochdeutschen auskennen wie Herr G. Oettinger. |
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Stadtrat Dr.
Christian Haellmigk: |
02.07.2006 |
Leserbrief / Satire
zu : Gebärstreik deutscher Frauen
stoppen im echo)) am Sonntag, 2. 7. 06,
Seite 5
Der
Gebärstreik
Die vielen Anstrengungen, die auf allen Ebenen
unserer Gesellschaft unternommen werden, um den
kleinen Unterschied zu gleicher
Größe aufzubauen, scheinen nichts zu fruchten:
Eine Professorin aus Gießen spricht
frauenfeindlich von einem Gebärstreik
deutscher Frauen. Eine Frau, von der
niemand erfährt, ob sie eine erfolgreiche
Streikbrecherin ist, beschuldigt also nur die
deutschen Frauen, per Gebärstreik die Deutschen
aussterben zu lassen. Aber nach allgemein
anerkannter Theorie und Praxis gehören zum
Erreichen einer Geburt immer zwei Menschen. Dass
Frau Professor nur in der einen
Beteiligten-Gruppe, den deutschen Frauen, die
SündenZiegen - Böcke würde hier nicht passen -
sieht, muss wohl die Folge von Unkenntnis oder
Unerfahrenheit sein? Statistiken jedenfalls
belegen, dass die Zeugungsunlust bei deutschen
Männern ausgeprägt ist und sie also, ganz
gleich wie die Frauen, die Familien-Idylle am
Dorfbrunnen, wie sie der Frau Prof. vorschwebt,
schamlos hintertreiben. |
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Stadtrat Dr.
Christian Haellmigk: |
28.06.2006 |
Leserstimme zu:
Von 73 auf 121 Euro - Hat Heilbronn
Zeag-Aktien vorschnell verkauft?,
Heilbronner Stimme vom 26. 06. 06, Seite 31
Aktienhandel
Hinsichtlich der Umsätze der Zeag-Aktien an der
Börse bedarf der Artikel in der Heilbronner
Stimme vom 26. 06. 06 einer Ergänzung. Der
Journalist wurde offensichtlich - von wem auch
immer - nicht korrekt informiert, wenn er
schreibt: Im vergangenen Monat wurde keine
einzige Zeag-Aktie gehandelt. Diese Aussage
trifft nachweisbar nicht zu, denn die
Schluß-Abrechnung meines Zeag-Aktien-Kaufs an
der Stuttgarter Börse datiert auf den 30. Mai
dieses Jahres. Die Umsätze in diesen
Anteilscheinen sind tatsächlich gering, aber das
Papier hat eine sehr gute Prognose, zumal bis
Ende dieses Jahrhunderts der Strombedarf um
das Fünffache steigen wird. |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
21.06.2006 |
Leserstimme zu:
Der Konkurrenz von morgen stellen,
Heilbronner St. 17. 06. 2006, Seite 37
Sorge
um den Einzelhandel
Die liebevoll in der Zeitung ausgemalten
Aktivitäten des Heilbronner Modehauses Palm
sollen wohl als Beispiel dienen dafür, wie ein
Einzelhändler einer finalen Schädigung seines
Betriebs durch die Konkurrenz von morgen
vorbeugen kann. Nur: Das Modehaus Palm erscheint
als Vorbild für den durchschnittlichen
Einzelhändler in der Innenstadt völlig
ungeeignet! Nicht jeder residiert in eigenen
Räumen, nicht jeder hat 750 000 für
Investitionen parat, nicht jeder macht mit seinem
Tommy-Hilfiger-Shop im ECE Karlsruhe bereits
glänzende Geschäfte wie Herr Palm, und nicht
jeder erfreut sich so großer öffentlicher
Aufmerksamkeit und so wohlwollenden medialen
Interesses.
Die im Licht stehn, sieht man, die im
Schatten nicht, heißt es etwa bei Bert
Brecht. Aufgabe der Stadtverwaltung Heilbronn und
der Medien wird es sein, die Lichtgestalten nicht
zusätzlich zu beleuchten, sondern sich
verstärkt und nachhaltig um die Einzelhändler
zu kümmern, die im Schatten stehen und sich
nicht lässig der Konkurrenz von morgen stellen
können. Die Einzelhändler werden es nicht
leicht haben: Sie sollen am besten sofort massiv
investieren. Dann müssen sie die Umsatzeinbußen
verkraften, wenn die fünf zentrumsnahen
Großbaustellen in den nächsten Jahren die
Kundschaft fernhalten. So geschwächt, werden sie
dann einer starken, kraftstrotzenden Konkurrenz
standhalten müssen wenn es sie dann noch |
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Stadtrat
Alfred Dagenbach: |
04.07.2006 |
Gegendarstellung
zu den Beschönigungen des
100.000.000-Euro-Skandals durch die Heilbronner
Verwaltungsspitze:
Vorab: Sowohl Oberbürgermeister Himmelsbach als
auch die Erste Bürgermeisterin Mergen geben sich
als kommunale Finanzexperten aus.
Das sollte man beachten, wenn es um die nicht
erst heute von uns vorgenommenen Bewertung des
Verkaufs der ZEAG-Aktien der Stadt Heilbronn
geht.
Auf das Erscheinen unseres Artikels "Der
Hundert-Millionen--Skandal"
in der stadteigenen Stadtzeitung (Seite 2), reagierten die
Verantwortlichen prompt und servierten den
Bürgern sofort in derselben Ausgabe eine
schöngefärbte Auskunft, deren teils falsche
Angaben wir hier widerlegen.
Die Antworten zeigen gleichzeitig, welche
Qualitäten an der Spitze der Heilbronner
Stadtverwaltung wirklich vorhanden sind, der die
Mehrheit des Gemeinderates in dieser skandalösen
Angelegenheit bei der Verscherbelung des
Heilbronner Tafelsilbers leider gefolgt ist.
Zum Glück ist der Heilbronner Gemeinderat dem
weiteren Ansinnen dieser Verwaltungsspitze nicht
mehr gefolgt, auch noch die Stadtwerke komplett
abzustoßen.
Lesen Sie links die Behauptungen der
Verwaltungsspitze und rechts unsere
Gegendarstellung dazu:
Verwaltungsspitze in der
Stadtzeitung: |
Unsere Gegendarstellung
dazu: |
ZEAG-Aktienverkauf war
richtig
Schulden gesenkt,
Handlungsfähigkeit auch in der
Finanzkrise gewahrt
Nach dem Kursanstieg des
ZEAG-Aktienwertes in der vergangenen Zeit
stellen sich einzelne Bürger die Frage,
ob der Verkauf der städtischen
ZEAG-Anteile 2002 richtig war. Hierzu
nimmt die Stadtverwaltung Stellung: |
ZEAG-Aktienverkauf war
falsch
Die Senkung der Schulden steht in
gar keinem Verhältnis zu der
exorbitanten Höhe des Gewinns , der
unserer Stadt durch den überstürzten
Verkauf der Aktien entgangen ist. Die
Handlungsfähigkeit war nie gefährdet
Die Bürger fragen völlig zu Recht, ob
nach dem gewaltigen Kursanstieg der
ZEAG-Aktien in kurzer Zeit der Verkauf
ihres Vermögens in Form der städtischen
ZEAG-Anteile 2002 richtig war. |
Seit 1999
zeichnete sich ab, dass angesichts der
Liberalisierung auf dem Strommarkt die
Spielräume für kleine und mittlere
Unternehmen enger würden. Um Gefahren
abzuwenden, wurde für die ZEAG ein
starker Partner gesucht. Dabei ging es
nicht darum, "Geld zu machen",
sondern die Marktfähigkeit der ZEAG zu
erhalten. |
Mit
denselben falschen Vorwänden wurde dem
Heilbronner Gemeinderat der Verkauf der
ZEAG-Aktien plausibel gemacht.
Die "Marktfähigkeit" der ZEAG
war nie gefährdet, weil sie sich im
Rahmen der Liberalisierung jederzeit
hätte andere Partner suchen können. |
Der
gleichzeitige Verkauf der städtischen
Anteile an der ZEAG und an der
Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) an die
EnBW hat zu zahlreichen Synergieeffekten
geführt, etwa ein kundenfreundliches
gemeinsames Service-Center und ein
gemeinsames Ableseverfahren. Zudem konnte
die ZEAG als eigenständiger Versorger
vor Ort, mit Arbeitsplätzen hier in
Heilbronn gehalten werden. |
Weder
"Kundenfreundlichkeit" noch
"Synergieeffekte" und gleich
gar nicht die HVG stehen hier, wie zur
Ablenkung vom Problem vorgebracht, zur
Debatte.
Dazu hat ohnehin mancher Bürger seine
eigene Meinung.
Da die Gefährdung der Marktfähigkeit
nur vorwändiges Argument war, waren auch
die Arbeitsplätze nie gefährdet. |
Die
Steigerung des ZEAG-Aktienwertes in der
letzten Zeit spiegelt nicht den
tatsächlichen Wert des Unternehmens
wieder, da die ZEAG-Aktien zu 98,2
Prozent im Eigentum der EnBW sind - sie
werden am Markt gar nicht gehandelt. Die
EnBW hat 2004 sogar im Rahmen von
Bilanzierungsvorgaben eine
Teilwertabschreibung in Höhe von 15
Millionen Euro vornehmen müssen. |
Völlig
falsche Behauptungen:
1. Aktienwerte spiegeln stets den
Marktwert eines Unternehmens wieder.
2.
Selbstverständlich werden ZEAG-Aktien am
Markt gehandelt.
Falsch ist auch die Auskunft der Ersten
Bürgermeisterin(!) und
Finanzdezernentin(!) der Stadt Heilbronn,
Frau Margret Mergen, in der Heilbronner Stimme vom
26.06.2006, daß im
vergangenen Monat, also im Mai 2006,
keine einzige ZEAG-Aktie gehandelt worden
sei.
Den Beweis für diese Falschbehauptungen
finden Sie durch Anklicken auf
das Dokument rechts.
Schon Schüler lernen, daß
Kursschwankungen durch An- und Verkäufe
zustande kommen.
Ein Blick auf den Chart hätte genügt,
dies festzustellen. |
Anfang
des Jahrzehnts gab es einen richtigen
"Run" der großen
Energieversorger auf die Anteile
mittlerer und kleiner Unternehmen; damals
waren sie auch bereit, gute Preise zu
bezahlen. Nachdem die Nachfrage
mittlerweile abgeebbt ist, hätte die
Stadt Heilbronn zu einem späteren
Zeitpunkt nicht mehr 178 Millionen Euro
erhalten. |
Den
"Run" hätte es nicht gegeben,
wenn die Energieversorger sich damit
keine Gewinne versprochen hätten.
Die Nachfrage ist auch keineswegs
abgeebbt, der Binnenmarkt ist nur
praktisch "leergefegt", weil es
noch mehr derart kurzsichtige und auf
schnelles Geld erpichte kommunale
Entscheidungsträger gegeben hat.
Vorausschauende Kommunen haben andere
Wege zum Erhalt ihrer Unternehmen
gefunden oder gleich gar nicht dieses
Vermögen hastig verkauft.
In Heilbronn wurden nicht einmal
Alternativen aufgezeigt.
Daß der Kaufpreis nicht mehr bezahlt
worden wäre ist
a) irrelevant, weil dazu nie ein Zwang
bestanden hat,
b) laut Heilbronner Stimme vom
26.06.2006 nach
"Bankenauskunft die Aktien zum
ungünstigsten Zeitpunkt verkauft"
wurden, denn ". . .2002 sind die
Werte exorbitant zurückgegangen"
und
c) dies eine völlig aus der Luft
gegriffene und unbewiesene Behauptung
ist.
Die großen Energieversorger fegen den
"Markt" nach wie vor leer,
kaufen weiterhin nach Kräften auf, was
sie nur bekommen können und orientieren
sich dazu inzwischen auf dem
europäischen Markt. |
Und
schließlich hat Heilbronn durch den
Aktienverkauf seine Schulden halbieren
können und dadurch auch im
Finanz-Krisenjahr 2003 seine
Handlungsfähigkeit behalten. Weitere 69
Millionen Euro sind für
Zukunftsinvestitionen reserviert, von den
Zinsen profitiert der städtische Etat
Jahr für Jahr.
(red) |
Ein
absolutes Scheinargument.
Die Handlungsfähigkeit der Stadt war nie
gefährdet.
Jeder Haushalt der Stadt Heilbronn wurde
vom Regierungspräsidium ohne Abstriche
genehmigt.
Fest steht jedoch:
Die Einnahmen aus dem Unternehmensgewinn
fehlen der Stadt und neben den
entgangenen Dividenden von im letzten
Jahr allein 5,3 Millionen Euro (rd. 10
Millionen DM) wären statt eines
Wertverlustes von bis über 100 Millionen
Euro oder 200 Millionen DM (!) weitere
Schuldenreduzierungen möglich gewesen
bzw. hätten für Zukunftsinvestitionen
zur Verfügung gestanden. |
Wer
trägt die Verantwortung für diesen
Finanzskandal, vor dem unsere Fraktion mehrfach
und mit ausführlichen Begründungen rechtzeitig
gewarnt hatte?
Zudem steigt der Energiebedarf laut dem Forschungszentrum
Jülich
in den nächsten Jahrzehnten kontinuierlich, bis
zum fünffachen des heutigen Verbrauchs, an, was
keinesfalls die an die Wand gemalten
Horrorszenarien als Gründe für den Verkauf des
Altienpaketes gerechtfertigt haben.
Der Skandalverkauf bekommt noch eine ganz
besondere Note dadurch, daß trotz des sehr
großzügigen
"100-Millionen-Geschenks", das die EnBW
von der Stadt Heilbronn erhalten hat, die EnBW
eine Kooperation mit der Stadt kühl ablehnt:
Ohne Bedenken wird das geplante neue Kraftwerk
der EnBW mit einem Investitionsvolumen von über
einer Milliarde Euro nach Karlsruhe vergeben.
Der Standort Heilbronn wurde abgelehnt
unter schwer nachvollziehbaren Gründen,
mit denen sich Oberbürgermeister
Himmelsbach anscheinend sehr schnell abspeisen
ließ ohne erkennbares zähes Ringen um den
Standort Heilbronn und obwohl es in Heilbronn
auch Möglichkeiten gegeben hätte, das Werk mit
seinen Arbeitsplätzen aufzubauen, siehe: Heilbronner Stimme v.
30.06.06, Seite 30!
Stadtrat Alfred
Dagenbach: |
30.06.2006 |
Verunglimpfung
der Deutschlandfahne
Leserbrief zum Thema "Keine
Verunglimpfung nationaler
Symbole" (HSt v. 30.6.2006, Quelle, NE v.
28.6.2006):
Mich wundert in unserem Land langsam
nichts mehr, gleich garnichts mehr über
unsere Behörden. Ein Symbol in einer
Flagge ist stets das Symbol derer, die
das Land der Flagge beherrschen. Ich
weiß deshalb nicht, wie türkische
Behörden reagieren würden, wenn man
ihre Fahne z.B. mit dem Balkenkreuz
verunstalten würde.
Es ist jedenfalls geschmacklos, die
deutsche Fahne in dieser Weise zu
verunglimpfen. Offenbar ist manchen
nichts schäbig genug, um damit letzten
Endes das Geschäft anzukurbeln und so
bleibt zu hoffen, daß das Ganze außer
dem cleveren kommerziellen Hintergedanken
tatsächlich der deutsch-türkischen
Verständigung auf beiden Seiten nützt. |
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Stadtrat Dr. Christian
Haellmigk: |
16.06.2006 |
Stein-Täuscherei
am Kiliansplatz
Leserbrief
an die Heilbronner Stimme am 16. 06. 06
In dem Bericht über den trostlosen
Zustand des Pflasters des Kiliansplatzes,
der in der Heilbronner Stimme vom 10. 06.
2006 erschien mit dem Titel
Kiliansplatz wird weiter nur
geflickt, werden die Verursacher
dieser Misere, nämlich die
damaligen städtischen
Bauexperten nur kurz erwähnt.
Über das Betriebsamt und seinen
Leiter, der den Murks von 1988 ausbessern
soll aber nicht kann, weil die dazu
nötigen städtischen Mittel woanders
vertan werden, informiert dagegen der
Artikel des längeren und breiteren. So
könnte sich leicht der falsche Eindruck
einstellen, 'das Betriebsamt wäre an
allem schuld', wie ja oft nicht der
Verursacher von Schmutz sich
rechtfertigen muss, sondern der, der auf
den Unrat hinweist und versucht, ihn zu
beseitigen. Deshalb sollte das
öffentliche Interesse nicht auf das
Betriebsamt sondern auf die damaligen
städtischen Bau-Aktivisten und auf die
Beschaffungs-Vorgänge von damals, die
dem jetzigen Übel zugrunde liegen,
gerichtet werden. Der Kiliansplatz wurde
1988 nämlich mit dem für Pflasterungen
wenig geeigneten Ruhrsandstein
ausgestattet. Aber verkauft wurden
die Steinquader den Heilbronnern
seinerzeit von den damaligen städtischen
Bauexperten als Kirtschevit, wie es
im Artikel heißt. Der Kirtschevit ist
ein Quarzitsandstein und durch den
Quarz-Anteil besonders hart. Die
städtischen Bau-Verantwortlichen machten
also den Bürgern ein X für ein U vor,
sprich: sie verlegten Ruhrsandstein,
bezahlten aber Kirtschevit. Warum 1988
und in den vielen folgenden Jahren die
'Augenwischerei' im Baudezernat nicht
bemerkt wurde, bleibt das Geheimnis der
Stadtverwaltung Heilbronn. Die
Beteiligten von damals sind zwar
längst aus dem Amt, entweder
gestorben, weggezogen oder immer
noch auch als Privatiers in der Stadt ihr
Wesen treibend. Dennoch muss sorgfältig
analysiert werden, wie es zu dieser
'Stein-Täuscherei' kam, welche Umstände
sie ermöglichten, und vor allem, wer
dabei gewonnen hat. Nur durch die
Kenntnis der damaligen Mechanismen
können solche Fehlleistungen zukünftig
vermieden werden. Das Pflaster der
Kaiserstraße mahnt!! |
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|
Landtags-Pittoreske
Leserbrief
zum Thema "Einspruch gegen Landtagswahl
vom März" (HSt v. 13.6.2006):
Langsam wir
es zur Pittoreske, mit was sich die SPD
beschäftigt und für was die Stimme ihren Platz
verschwendet.
Da fällt
es einem Herrn Burkhardt erst nach der Wahl ein,
was jeder Insider schon längst wußte: Daß man
in Heilbronn für ein Zweitmandat nur schlechte
Karten hat.
Wer diese
"Spielregeln" der Demokratie nicht
kennt, hat im Parlament auch nichts verloren.
Das wußte
auch ich, denn nach Prozentpunkten wäre ich
schon 1992 im Landtag gewesen.
Da gab es
aber bei der SPD keinen Sturm im Wasserglas.
Oder ließ
das alles den Herrn
Burkhardt bis zur Wahl nur
deshalb kalt, weil er so überzeugt davon
war, das Direktmandat zu erhalten?
Sein
Problem pfeifen die Spatzen schon so lange
von den Dächern, wie es den Landtag mit dieser
"Ungerechtigkeit" gibt.
Das
juckte aber auch in der SPD bisher
niemand, am allerwenigsten ihren
Ex-Landtags-Vizepräsidenten Birzele, der sich
nun plötzlich als Lordsiegelbewahrer der
Wahlgerechtigkeit vor den Karren der
Landtags-Möchtegerne spannen läßt.
Deshalb ist
es mehr als heuchlerisch, wenn man statt der
wirklichen umfassenden und längst überfälligen
Landtagswahlreform, auf Nebeneffekte,
wie den Ersatz von d`Hondt durch
Lugue/Schepers setzt. |
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Stadtrat
Dr. Christian Haellmigk: |
10.06.2006 |
Der falsche Mann zur
falschen Zeit am falschen Ort am falschen Platz?
Die
Verbindung zwischen der Stadt Heilbronn und Dr.
Roeder-Zerndt stand von Anfang an unter keinem
guten Stern.
Bald nachdem der neue Intendant im Gemeinderat
mit sehr knapper Mehrheit gewählt worden war,
tauschte er rigoros das nicht festangestellte
Bühnenpersonal aus. Die Folge waren gleich zu
Beginn erhebliche Verstimmungen zwischen
Theater-Freunden und dem neuen Intendanten.
Sein Versuch, quasi im Handstreich und ohne
Fingerspitzengefühl das Publikum aus dem
Unterland für eine modernistische,
englisch-amerikanische Theater-Praxis
umzuerziehen, stieß auf Ablehnung und auf
Verweigerung bei den Abonnenten. Der Intendant
reagierte darauf mit herablassendem
Unverständnis und hielt trotz des
erkennbaren Abonnenten-Schwundes starr an seiner
Konzeption fest.
Potenziert wurden die Schwierigkeiten durch den
finanziellen Druck, unter den die Stadt in
Not geraten war. Aber selbst angesichts so
erheblicher Eingriffe wie des Schließens ganzer
Museumsbereiche und eines schönen Schwimmbades
sowie angesichts drastischer Kürzungen bei der
Förderung des Sports beanspruchte der Intendant
ungerührt die höchsten Subventionen im Kultur-
und Sport-Leben dieser Stadt, ungeachtet der
drastisch sinkenden Besucherzahlen in seinen
Spielstätten. Die vom Gemeinderat beschlossene
Budgetierung brachte schließlich eine
vorübergehende Dämpfung der Kosten und des
finanziell ausufernden Theaterbetriebes.
Keineswegs aber kam es zu dem notwendigen
radikalen Umdenken des Intendanten, dass das
Theater nur eine kulturelle Institution neben
vielen anderen Kultur-Einrichtungen
darstellt, und dass die mit öffentlichen
Mitteln geförderte Kunst zwar frei aber nicht
ökonomisch absolut ist.
Sein Konzept, entgegen den demografischen und
finanziellen Fakten mehr Jugend-Theater und in
klassischen Stücken mehr Regie-Mätzchen für
junge Besucher zu bieten, vergrämte die
Erwachsenen und bekam den Einnahmen nicht. Treue
ältere Abonnenten kündigten.
Der Intendant schadete dem Ansehen des Theaters
Heilbronn dadurch, dass er
sein Haus in das sinnlose obszöne
Käthchenschmeißen verstrickte.
Diese geschmacklose Verunglimpfung der
Heilbronner Symbolfigur wurde vielfach nicht als
künstlerische Großtat, sondern als
rücksichtslos, ja als brutal empfunden. Der
Intendant ließ Zettel auslegen, deren Text
die merkwürdige Aktion als Kunst
erläutern sollte. Der Inhalt war jedoch derart,
dass er in den Verdacht geriet, Pädophile zu
animieren, und dem Intendanten wurde fehlende
Sensibilität für das den Bürgern Zumutbare
vorgeworfen.
Fehlendes Feingefühl manifestierte sich auch in
der Art, wie der Intendant, der vermutlich den
Schwierigkeiten in Heilbronn zu entkommen suchte,
seine Bewerbungen an das Theater in
Saarbrücken und nach Augsburg handhabte.
Mitarbeiter und Freunde des Theaters Heilbronn
wurden enttäuscht, Abonnenten reagierten
entsprechend.
In diesem Rückblick ist allerdings zu beachten,
dass Dr. Roeder-Zerndt von Anfang an in einer
sehr schwierigen Lage war: Er übernahm eine
Arbeit, in die sich bislang zwei hocherfahrene
Fachleute geteilt hatten. Zudem war ihm die
Praxis des Theaterbetriebes nicht geläufig.
Theoretisch-intellektuell bestens geschult, hatte
er doch weder als Schauspieler voll auf einer
Bühne gestanden noch hauptamtlich
Regie geführt oder einen Theaterbetrieb wie den
Heilbronner selbständig verwaltet. Der falsche
Mann zum falschen Zeitpunkt im falschen Ort am
falschen Platz? Wie dem auch sei, seine
Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu
verlängern, war folge-richtig, und Heilbronn
kann sich endlich einen neuen Intendanten suchen.
In seiner Stellungnahme zu seinem Entschluss
versicherte Dr. Roeder-Zerndt, dass er bei seinem
Weggang in zwei Jahren der Stadt Heilbronn ein
vorzeigbares, künstlerisch und finanziell
gefestigtes Theater hinterlassen werde. Wir
würden uns davon sehr gern überzeugen lassen,
wenn nicht die clamheimlichen Bewerbungen nach
Saarbrücken und Stuttgart gewesen wären. Zudem
ist nicht sicher auszuschließen, dass sich Dr.
Roeder-Zerndt eventuell mit spektakulären aber
kostenträchtigen Inszenierungen und Aktionen in
den nächsten beiden Jahren zu Lasten unserer
Stadt profilieren und sich damit bei Theatern, an
die er sich bewirbt, empfehlen will:
Der Gemeinderat wird die Entwicklung der Kosten
des Theaters noch aufmerksamer verfolgen müssen
als bisher! |
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